Wien (OTS) – Am 8. Jänner berieten die Betriebsrät:innen der
IT-Branche angesichts
der anhaltenden Blockadehaltung der Arbeitgeber über die weitere
Vorgangsweise bei den Kollektivvertragsverhandlungen für die über
90.000 Beschäftigten. Seitens der Arbeitgeber wurde eine Erhöhung der
IST-Gehaltssumme auch in der vierten Verhandlungsrunde pauschal
ausgeschlossen. Die Mindestgehälter sollen lediglich um 1,9 Prozent
steigen.
Vor der fünften Verhandlungsrunde am 23. Jänner erhöht die
Gewerkschaft GPA nun den Druck und ruft zum Protest vor der
Wirtschaftskammer Österreich auf: „Dass sich die Arbeitgeber über
vier Verhandlungsrunden weigern, überhaupt ein ernsthaftes Angebot
vorzulegen, ist inakzeptabel. Diese destruktive Herangehensweise
verhindert das Finden von Lösungen und ist gegenüber den
Beschäftigten unwürdig“, betont Sandra Steiner, Verhandlungsleiterin
der Gewerkschaft GPA.
Für Steiner sind es auch die Beschäftigten, die es mit ihrem
Können und Einsatz ermöglicht haben, dass die IT-Branche besser durch
die Krise gekommen ist als die Gesamtwirtschaft. Die Rückmeldungen
aus den Betrieben haben diesen Eindruck bestätigt: „Das Unverständnis
über die derzeitige Herangehensweise der Arbeitgeber ist groß. Die
Beschäftigten haben in zahlreichen Betriebsversammlungen klar zum
Ausdruck gebracht, dass ein Aussetzen der Ist-Gehaltssummenerhöhung
inakzeptabel ist und sie sich eine angemessene Erhöhung der Gehälter
erwarten!“.
„Gerade für eine Branche, die sich als Job- und Innovationsmotor
positionieren will, ist dieses Vorgehen nach innen wie außen fatal“,
so Steiner. „Wir rufen deshalb alle Beschäftigten auf, sich zahlreich
an der Protestaktion zu beteiligen, um zu zeigen, dass es seitens der
Arbeitgeber einen deutlichen Kurswechsel braucht und sich die
Kolleginnen und Kollegen eine faire Abgeltung ihrer Leistung
erwarten!“, appelliert Steiner abschließend.
Die Demonstration findet am 22. Jänner ab 13 Uhr vor der
Wirtschaftskammer Österreich, Wiedner Hauptstraße 63, 1040 Wien
statt.