FPÖ – Vilimsky: „EU-Ambitionen für Friedensgespräche kommen zu spät!“

Wien (OTS) – „Plötzlich entdecken europäische Staatschefs – allen
voran Emmanuel
Macron – ihr Interesse daran, bei möglichen Verhandlungen mit
Russland mit am Tisch zu sitzen. Dabei wird völlig ausgeblendet, dass
es seit dem Vorjahr bereits einen laufenden Verhandlungsprozess gibt
und dieser spätestens mit Trumps 28-Punkte-Plan im November 2025 eine
konkrete Grundlage erhalten hat“, kritisierte heute Harald Vilimsky,
freiheitlicher Delegationsleiter im Europäischen Parlament.

„Dass man sich in der EU erst jetzt in Bewegung setzt, zeigt, wie
realitätsfern und selbstverschuldet isoliert Brüssel agiert hat. Über
Monate hinweg hat man jede ernsthafte diplomatische Annäherung
blockiert und damit verhindert, dass Europa konstruktiv an einer
Lösung mitwirkt. Nun, da andere die Gespräche vorantreiben, will man
plötzlich mitreden“, so Vilimsky.

„Symptomatisch ist, dass sich die Debatte in Brüssel nicht um
Inhalte, sondern um Namen dreht. Statt über eine eigene europäische
Linie für Friedensgespräche zu sprechen, wird darüber spekuliert, ob
der finnische Präsident Stubb oder Mario Draghi als Unterhändler
auftreten soll. Das ist ein Offenbarungseid an strategischer
Orientierungslosigkeit“, erklärte Vilimsky.

„Dieses hektische Nachlaufen an bereits laufende Verhandlungen
ist kein Zeichen von Verantwortung, sondern das Resultat jahrelanger
außenpolitischer Fehlentscheidungen. Die EU hat mit ihrer
realitätsfernen Kriegsrhetorik und der Verweigerung ernsthafter
Diplomatie jede Chance auf eine frühere Friedenslösung verspielt und
steht nun politisch blamiert am Rand, während andere die Gespräche
führen“, so Vilimsky.