Wien (OTS) – Von 1. bis 4. Dezember 2025 fand in Wien erstmals die
„Women, Peace
and Security Woche“ statt. Anlass ist das 25-jährige Jubiläum der
Sicherheitsratsresolution 1325 der Vereinten Nationen zu Frauen,
Frieden und Sicherheit. Die Veranstaltung wurde im Rahmen der
österreichischen Kandidatur als nicht-ständiges Mitglied des
Vereinten Nationen-Sicherheitsrates 2027/28 abgehalten und stand
unter dem gemeinsamen Motto „Stärkung – Empowerment – Sichtbarkeit“.
Es fanden zwei zentrale Veranstaltungen statt: Ein zweitägiger
Workshop am 2. und 3. Dezember 2025 dessen Ziel eine umsetzbare
Empfehlung zur Stärkung des zukünftigen Engagements von
gleichgesinnten Ländern zur WPS-Agenda war. Eine hochrangig besetzte
Konferenz mit Abschlussempfang am 4. Dezember 2025.
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betonte:
„Die Agenda ‚Frauen, Frieden und Sicherheit‘ ist ein unverzichtbarer
Bestandteil internationaler Stabilität. Frauen sind nicht nur
Betroffene von Konflikten, sondern aktive Gestalterinnen von Frieden
und Sicherheit. Österreich steht für eine Außen- und
Sicherheitspolitik, die Gleichstellung fördert und Frauen stärkt,
national wie international.“
Mit der VN-Resolution 1325 (2000) wurde erstmals die
gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an Friedensprozessen als
sicherheitspolitisches Ziel verankert. Österreich engagiert sich seit
vielen Jahren für die Umsetzung der sogenannten WPS-Agenda, unter
anderem durch den Nationalen Aktionsplan 1325, die Integration der
Genderperspektive in Ausbildung und Einsatzführung sowie die
Entsendung von Gender Advisors in internationale Missionen. Die
Resolution 1325 bildet die Grundlage der Women, Peace and Security
Agenda, die sich auf vier zentrale Säulen stützt:
1.
Schutz von Frauen und Mädchen in Konflikten,
2.
Förderung der Beteiligung von Frauen in Friedensprozessen,
3.
Prävention von Gewalt,
4.
und Unterstützung beim Wiederaufbau nach Konflikten.
Neben der verstärkten Einbindung von Frauen in politische
Entscheidungsprozesse und Friedensoperationen verankert die
Resolution auch den Schutz von Frauen und Mädchen vor sexueller
Gewalt und Vergewaltigung in bewaffneten Konflikten. Die
Österreichische Bundesregierung hat am 08. August 2007 den ersten
Österreichischen Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung von Resolution
1325 beschlossen. Dieser sieht Maßnahmen auf nationaler, regionaler
und internationaler Ebene vor.