Wien (OTS) – Die dritte Verhandlungsrunde für die über 90.000
Beschäftigten der IT
-Branche ging heute nach fünf Stunden erneut ergebnislos zu Ende.
Obwohl sich die Branche besser entwickelt als die Gesamtwirtschaft
beharren die Arbeitgeber weiterhin auf ein Aussetzen der Anhebung der
Ist-Gehälter und haben für die Mindestgehälter eine Erhöhung von 1,9%
angeboten. Für die Gewerkschaft GPA ist das Angebot in dieser Form
weiterhin inakzeptabel, deshalb starten nun Betriebsversammlungen in
ganz Österreich.
„Das derzeitige Angebot der Arbeitgeber zeigt wie wenig die
Arbeit der Kolleginnen und Kollegen wertgeschätzt wird! Die IT-
Branche ist besser durch die Krise gekommen, als die Gesamtwirtschaft
und trotzdem wollen die Arbeitgeber nicht einmal die Inflation
abgelten“, betont Sandra Steiner, Verhandlungsleiterin der
Gewerkschaft GPA. „Das hat nichts mit der Realität zu tun. Wenn man
versucht uns abzuspeisen, werden wir den Druck erhöhen“, so die
Gewerkschafterin weiter.
Die Betriebsrät:innen der Branche wurden bereits vor der dritten
Verhandlungsrunde über den Verhandlungsstand informiert: „Bereits
hier hat sich klar gezeigt, dass das aktuelle Angebot der Arbeitgeber
auf großes Unverständnis stößt“, berichtet Steiner. „Das Verhalten
der Arbeitgeber bedeutet einen Imageschaden für die gesamte Branche.
Nach außen wird die IT schlechtgeredet, während gleichzeitig
Fachkräfte gesucht werden. Das passt schlicht nicht zusammen“,
ergänzt Steiner.
Die Gewerkschaft GPA fordert weiterhin ein deutlich verbessertes
Angebot, das der tatsächlichen Branchenentwicklung und der Leistung
der Beschäftigten entspricht. Die nächste Verhandlungsrunde findet am
18. Dezember statt.