Wien (OTS) – Ein guter Besuch und reger Austausch zu aktuellen,
milchwirtschaftlichen Themen prägten die heurige Generalversammlung
des Milchverbandes Österreich am 2. Dezember in der
Landwirtschaftskammer Österreich in Wien. BM Norbert Totschnig und
Präsident Josef Moosbrugger präsentierten dabei die aktuellen
agrarpolitischen Schwerpunkte und standen für eine Diskussion zur
Verfügung.
Bei den turnusmäßig anstehenden Neuwahlen wurde Dir. Helmut
Petschar für eine weitere Funktionsperiode als Präsident bestätigt.
Präsident Petschar und GF DI Johann Költringer präsentierten in ihrem
Leistungsbericht die Schwerpunkte der Vereinsarbeit.
Präsident Petschar stellte in seinen Ausführungen die
Entwicklungen des heurigen sehr herausfordernden Milchjahres dar. Die
österreichische Milchwirtschaft kann trotz verschiedener
Schwierigkeiten und den zuletzt eingetretenen Verwerfungen auf den
Märkten eine beachtliche Erfolgsbilanz vorweisen. Steigende
Verbrauchszahlen unterstreichen dabei die Leistungsfähigkeit und den
hohen Qualitätsstandard der heimischen Milchwirtschaft.
Kritik übte Petschar an der anhaltenden, öffentlich geführten
Lebensmittelpreisdebatte, die künstlich aufgebauscht wird, schädlich
für den Wirtschaftsstandort ist und den hohen Leistungen und
Qualitätsstandards keineswegs gerecht wird. Er verwehrt sich dagegen,
dass die täglich erbrachten Leistungen der heimischen
Milchwirtschaft, beginnend bei den Bauern, die täglich ihre Kühe
betreuen und die Versorgung Österreichs sicherstellen, weiters die
Leistungen, die in den Molkereien täglich erbracht werden, in ein
falsches Licht gestellt werden und nicht die entsprechende Würdigung
erfahren. Besonders schlimm ist dies, wenn laufend neuen
Anforderungen entsprochen und Verbesserungen erbracht werden, wie
zuletzt beim Tierwohl, und diese Produkte dann mit Billigstprodukten
aus dem Ausland mit geringeren Standards verglichen oder ausgetauscht
werden. „Österreich kann stolz auf seine Milchwirtschaft sein und
dies sollte auch wertschätzend als Anerkennung die öffentliche
Debatte prägen“, so Petschar.