NEOS zum Tag der Menschen mit Behinderungen: In die Mitte, nicht an den Rand!

Wien (OTS) – „Ein selbstbestimmtes Leben ist ein Menschenrecht.
Dieses Recht muss
für alle Menschen mit Behinderungen unumstößlich gelten“, betont
Fiona Fiedler, NEOS-Sprecherin für Menschen mit Behinderungen,
anlässlich des morgigen Internationalen Tages der Menschen mit
Behinderungen.

Verankert ist das Recht auf inklusive Bildung in der UN-
Behindertenrechtskonvention, die Österreich bereits 2008 ratifiziert
hat. „Seit 17 Jahren wissen wir, welchen Auftrag wir zu erfüllen
haben: JEDEM Kind das Recht auf Bildung zu ermöglichen. Dennoch
erleben wir in einigen Bundesländern Rückschritte statt
Fortschritte“, mahnt Fiedler. In mehreren Bundesländern werden
aktuell sogar Fördermittel für Schulassistenz gekürzt. „Für viele
Familien bedeutet das monatelange Unsicherheit, ob ihre Kinder die
notwendige Unterstützung erhalten. Das ist pädagogisch
unverantwortlich und menschenrechtlich nicht akzeptabel.“

Scharfe Kritik übt Fiedler an Aussagen wie jener der Salzburger
Bildungslandesrätin, die den Anspruch auf gemeinsamen Unterricht als
„Sozialromantik“ bezeichnet hatte. „Wer so spricht, ignoriert nicht
nur wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern auch die
gesellschaftliche Realität. Kinder gehören nicht an den Rand, sie
gehören in die Mitte der Gesellschaft.“

Als besonders problematisch bewertet Fiedler auch die Entwicklung
in Oberösterreich, wo der Neubau zweier Sonderschulen in Linz und
Perg geplant ist: „Österreich wurde erst 2023 vom zuständigen UN-
Fachausschuss explizit aufgefordert, segregierende Strukturen
abzubauen – nicht neue zu schaffen. Der Bau neuer Sonderschulen
widerspricht diesem klaren Auftrag.“

Fiedler betont die klare Haltung von Bildungsminister Christoph
Wiederkehr, der zeigt, dass der Bund seine Verantwortung ernst nimmt:
„Sein Engagement für inklusive Schulangebote schafft Sicherheit und
echte Teilhabe und macht deutlich, dass Länder, die neue
Sonderschulen bauen oder Inklusion als Illusion abtun, auf dem
Holzweg sind.“