St. Pölten (OTS) – Unter dem Titel „Bundesheer – Gesundheit –
Niederösterreich“ fand im
Universitätsklinikum St. Pölten sowie im Pflege- und
Betreuungszentrum der Landeshauptstadt ein hochkarätig besetzter
Austausch zwischen zivilen und militärischen Gesundheitsexperten
statt. Die Veranstaltung war gleichzeitig Startschuss für weitere
Maßnahmen, um die fachliche Kooperation weiter zu vertiefen.
Entsprechende Vernetzung über Organisationsgrenzen hinweg stellt
eine der Stärken der NÖ Landesgesundheitsagentur (LGA) dar. So ist
auch eine enge Verbindung zum Österreichischen Bundesheer, hier
natürlich auch mit den Milizverbänden, ein wesentliches Ziel dieser
Bemühungen. Ein Vernetzungstreffen der besonderen Art unterstrich
jetzt die Qualität der Partnerschaft. Unter dem Titel „Bundesheer –
Gesundheit – Niederösterreich“ fand im Universitätsklinikum St.
Pölten ein hochkarätig besetzter Austausch zwischen zivilen und
militärischen Gesundheitsexperten statt. Die Veranstaltung war
gleichzeitig Startschuss für weitere Maßnahmen, um die fachliche
Kooperation weiter zu vertiefen.
Inhalte des Treffens waren unter anderem neueste Erkenntnisse aus
dem Stellungswesen des Heeres sowie sanitätsdienstliche
Herausforderungen – etwa die Suche nach qualifiziertem medizinischem
Personal. So gab etwa die Leiterin der Direktion 8 (Militärisches
Gesundheitswesen) im Verteidigungsministerium, Generalmajor Sylvia
Sperandio, interessante Einblicke in aktuelle und künftig notwendige
Strukturen. Sie unterstrich dabei die Notwendigkeit der zivil-
militärischen Zusammenarbeit.
In Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betonte
der Vorsitzende der Parlamentarischen Bundesheerkommission, ÖVP-
Wehrsprecher Nationalrat Fritz Ofenauer: „Die geopolitischen
Entwicklungen und das angespannte Sicherheitsumfeld verdeutlichen die
Notwendigkeit Österreichs, ein verlässlicher und solidarischer
Partner auf europäischer und internationaler Ebene zu sein. Seit
Jahrzehnten ist die Miliz ein unverzichtbarer Bestandteil unserer
Sicherheitsarchitektur und verbindet Expertise aus Militär- und
Zivilberuf.“ Und in Richtung der NÖ LGA, die jüngst vom Ministerium
als milizfreundlicher Arbeitgeber ausgezeichnet wurde: „Herzliche
Gratulation an die NÖ Landesgesundheitsagentur zur Verleihung des
Milizgütesiegels – ein starkes Zeichen der Wertschätzung für
Arbeitgeber, die Milizangehörige unterstützen.“
Experten der NÖ LGA präsentierten die Maßnahmen der Organisation
im Zusammenhang mit praktisch erprobtem sowie regelmäßig geübtem
Krisenmanagement, etwa die Güterbeschaffung während der Pandemie oder
im Hinblick auf Blackout-Szenarien. Bei einem Blick hinter die
Kulissen des Universitätsklinikums St. Pölten wurde den
Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor Augen geführt, wie komplex die
vorgehaltenen Maßnahmen sind, um die Patientenversorgung auch unter
widrigsten Umständen sicherstellen zu können. Ein Lokalaugenschein im
Pflege- und Betreuungszentrum St. Pölten machte einmal mehr deutlich,
wie gravierend die Auswirkungen des Hochwassers waren und welche
Schritte seit den Ereignissen im Herbst 2024 gesetzt wurden, etwa der
Umstieg auf ein neues Flutschutz-System.
Der intensive Austausch mit einer Reihe von Organisationen ist
für uns selbstverständlich“, betont LGA-Vorstand Bernhard Kadlec.
„Eine besondere Rolle nimmt dabei natürlich das Österreichische
Bundesheer ein. Der Thementag hat uns allen einerseits gezeigt, wie
eng wir in der Krise zusammenarbeiten müssen und andererseits, wie
ähnlich sich die Herausforderungen unserer beiden Institutionen
gestalten, etwa wenn wir an die Suche nach qualifizierten
Fachärztinnen und Fachärzten denken.“
Der Milizverband Österreich war als Partner der Veranstaltung mit
seinem Präsidenten Oberst Armin Richter vertreten, der angesichts der
Herausforderungen stark für eine noch engere Vernetzung zwischen
zivilen und militärischen Einrichtungen warb.
Ebenfalls Mitausrichter des Thementags war das Jägerbataillon
Niederösterreich „Kopal“, als einer der traditionsreichsten
Milizverbände, dessen Kommandant Oberstleutnant Franz Öllerer
ebenfalls die Gelegenheit zum intensiven Austausch nutzte.
Unter den zahlreichen Teilnehmern waren auch der leitende Arzt
der Stellungskommission im Militärkommando NÖ, Oberstarzt Gernot
Baumgartner, und der kaufmännische Direktor des Universitätsklinikums
St. Pölten, Christian Müllner. Die Offiziersgesellschaft NÖ war durch
Oberst a.D. Heinrich ANGELIDES vertreten.