Grüne Wien/Reiter, Berner: Stadtregierung kürzt Förderung und gefährdet Amerlinghaus

Wien (OTS) – „Das Amerlinghaus ist eine der zentralen Kultur- und
Sozialinstitutionen unseres Bezirks und seine Bedeutung reicht weit
über Neubau und Wien hinaus. Seit Jahrzehnten steht das Haus für eine
offene, vielfältige und international vernetzte Kulturszene, die weit
über die Grenzen der Stadt wirkt“, so Markus Reiter, Bezirksvorsteher
Wien-Neubau, anlässlich der bekanntgewordenen Kürzung der Förderungen
für das Amerlinghaus. „Lange galt das Amerlinghaus auch für die SPÖ
als das Vorzeigebeispiel für eine partizipative Politik auf
Augenhöhe. Eine Kürzung der städtischen Förderung ist in dieser Form
nicht nachvollziehbar und verantwortungslos. SPÖ und Neos haben die
Betreiber:innen des Amerlinghauses vor vollendete Tatsachen
gestellt“, kritisiert Ursula Berner, Kultursprecherin der Wiener
Grünen.

Stadt soll Vorgehen überdenken

Reiter und Berner verweisen auf die Bedeutung des Hauses für die
vielfältige Kulturszene Wiens: „Wien hat ohnehin zu wenig leistbare
Räume für Kulturvereine. Das Amerlinghaus erfüllt hier eine wichtige
Funktion. Das Haus, beziehungsweise der Kulturverein Spittelberg,
gilt als Vorbild für niederschwellige, soziokulturelle Projekte. Hier
sind neben den Kulturvereinen unter anderem auch der Verlag ‚Edition
Exil‘, die Fraueninitiative, das Bezirksmuseum und andere Initiativen
untergebracht.“
„Das widerspricht allen Werten, mit denen sich Wien sonst so gerne
schmückt: Partizipation, Dialog, ein partnerschaftlicher Umgang mit
den Menschen und Institutionen vor Ort“, so Berner und Reiter – und
abschließend: „Wir fordern die Stadt auf, dieses Vorgehen zu
überdenken und Gespräche auf Augenhöhe zu führen.“