Grüne Niederösterreich: Aufatmen in der Ostregion mit Aus der 3. Piste

St. Pölten (OTS) – „Die Grünen Niederösterreich waren immer gegen die
3. Piste am
Flughafen Wien. Insofern haben wir ein lachendes und weinendes Auge
mit der Bekanntgabe für das Aus der Flughafenerweiterung“, so
Landessprecherin Helga Krismer. Die Ostregion ist massiv vom Fluglärm
belastet, was nicht nur negative Auswirkungen auf die Umwelt hat,
sondern auch für die Menschen. „Mit dem Aus der 3. Piste wurden
gleichzeitig immense Steigerungen beim Flugverkehr in den Raum
gestellt: Die Vorstände des Flughafens sprechen von möglichen 52
Millionen (!) Passagieren pro Jahr. „Im Brennpunkt steht der gekurvte
Anflug. Es ist daher davon auszugehen, dass es weiter Spannungen und
Widerstand in der Region geben wird. Der Flughafen hat als Teil des
öffentlichen Verkehrs Region und Wirtschaftsstandort zu unterstützen
und Augenmaß zu halten, dass die negativen Auswirkungen nicht von den
Menschen geschluckt werden müssen, während die Gewinne in die
Geldtöpfe bzw. Trusts des Großaktionärs wandern. Der Großaktionär hat
offensichtlich erkannt, dass man ohne großes Investment für die 3.
Piste höhere Renditen in Zukunft erzielt und die vorhandenen Pisten
maximal einsetzt. Wir bleiben daher in Alarmbereitschaft,“ so Helga
Krismer.

Helga Krismer ruft die Klage des Flughafens Wiens gegen ihre
Person in Erinnerung, wo es unter anderem um die Finanzierung der 3.
Piste ging. In diesem Gerichtsverfahren kam zutage: „Vor allem aber
konnte auch der Flughafen-Vorstand letztlich nicht angeben, wer und
welche Geldtöpfe und Trusts hinter den tatsächlichen Eigentümern der
mittlerweile 43,4 % der Aktienanteile stehen. Die Klägerin und deren
Vorstände kennen die Zwischengesellschaften, nicht aber die
tatsächlichen Eigentümer der Treuhänder. – Der Letzte in der Kette
des Treuhänders, also die dahinter stehenden wirtschaftlichen
Letzteigentümer sind unbekannt (so formulierte auch Dr. OFNER).“
Mittlerweile hält die Airports Group Europe S.à r.l.: 44,3 % am
Flughafen Wien. Helga Krismer dazu: „Den Ländern Wien und
Niederösterreich ist der öffentliche Flugverkehr völlig entglitten.
Das Festhalten der Länder an der 3. Piste ist aus der Zeit gefallen:
ökologisch und wirtschaftlich. Saßen die Länder Wien und
Niederösterreich einst im Cockpit, sind sie heute zu Passagieren von
unbekannten wirtschaftlichen Letzteigentümern, also Geldtöpfe/Trusts,
geworden. Ich gehe davon aus, dass auch die Vorstände nicht mehr im
Wien-Niederösterreich-Proporz rot-schwarz zu besetzen sein werden.
Die Nachfolge von Günter Ofner wird wohl vom Großaktionär
entschieden, wie auch das Aus der 3. Piste aus Unwirtschaftlichkeit
vermutlich vom Großaktionär kommt. Immerhin wollen Geldtöpfe und
Treuhänder primär Geld machen und dieses vermehren. Die Ostregion ist
für sie nur ein Name in einer globalen Liste.“