Czernohorszky: Heizkesseltauschförderung des Bundes für urbanen Raum nicht ausreichend

Wien (OTS) – Wiens Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky reagiert mit
gemischten
Gefühlen auf die kürzlich gestartete Heizkesseltauschförderung:
„Einerseits ist es zu begrüßen, dass der Bund trotz der kritischen
budgetären Lage für den Umstieg auf erneuerbare Wärmelösungen 1,8
Milliarden Euro in die Hand nimmt – ein Impuls, der gut für Umwelt,
Haushalte und Konjunktur ist. Der Fokus des Angebots liegt jedoch
weiterhin auf dem ländlichen Raum, sodass der urbane Raum zurzeit
noch benachteiligt ist. So wie der ländliche Raum brauchen auch
Städte wie Wien aber die Unterstützung des Bundes für eine
erfolgreiche Wärmewende und wird diese auch weiterhin einfordern.“

Eine Nachschärfung der Kriterien sei wichtig, da „gerade Städte
viel zur Wärmewende beitragen können. Noch sei die Bundesförderung
für den Gasausstieg im mehrgeschossigen aber nicht umfassend genug.“,
meint Czernohorszky: Ein- bzw. Zweifamilienhäusern bekämen demnach
rund 30 Prozent der Gesamtkosten gefördert, während es beim
mehrgeschoßigen Wohnbau oft sogar unter 10 Prozent seien.

Czernohorszky hofft auf eine Anpassung der Förderkriterien und
auf die Unterstützung von Bundesminister Norbert Totschnig, damit
künftig auch Bauträger*innen sowie der soziale Wohnbau davon
profitieren könnten. Nur so könnten Wien und andere Städte die
Wärmewende im mehrgeschossigen Wohnbau zügig vorantreiben.