Straßburg (OTS) – Das EU-Parlament hat heute strengere Regeln bei der
Spielzeugsicherheit verabschiedet. Die neue Verordnung war zwischen
dem Europäischen Parlament und den Mitgliedstaaten verhandelt worden
und soll Kinderspielzeug in Europa noch sicherer machen, insbesondere
wenn es um das Verbot giftiger Inhaltsstoffe und wirksame Kontrollen
bei der Einfuhr aus Nicht-EU-Ländern geht.
Der Grund für die Überarbeitung liegt auf der Hand, wie die
Europaabgeordnete Sophia Kircher betont, Binnenmarktsprecherin der
ÖVP im EU-Parlament: „Wir dulden keine giftigen und gefährlichen
Spielzeuge für unsere Kinder. Spielzeug zählt seit Jahren zu den am
häufigsten gemeldeten Produktkategorien im EU-Schnellwarnsystem für
gefährliche Produkte. Wenn Spielzeug im Warnsystem landet statt im
Kinderzimmer, ist klar: Die Politik muss handeln. In Zukunft wollen
wir potenziell gesundheitsschädliche und ungeeignete Lieferungen
schon an den EU-Grenzen abfangen, dabei hilft ein verpflichtender
elektronischer Produktpass. Eltern müssen sich darauf verlassen
können, dass jedes Spielzeug unseren hohen europäischen
Sicherheitsstandards entspricht.“
Ein Problem stellen zum Beispiel Kuscheltiere aus Fernost dar,
die mit gefährlichen Mengen an Stoffen belastet sind, die das
Hormonsystem von Kindern beeinträchtigen können. Der Handlungsbedarf
war sehr hoch, da – wie bei allen Produktkategorien – der Import aus
diesen Ländern enorm zugenommen hatte. Ein zentraler Bestandteil der
Reform ist die Ausweitung des Verbots gesundheitsschädlicher Stoffe,
darunter sogenannte Ewigkeitschemikalien, die sich nicht natürlich
abbauen und ein langfristiges Risiko für Mensch und Umwelt
darstellen.
Kircher erklärt dazu abschließend: „Genau deshalb erhöhen wir
jetzt die Sicherheitsstandards und schauen bei Importen genauer hin.
Wer in die EU liefert, muss sich an unsere Regeln halten. Künftig
müssen Online-Anbieter aus Drittstaaten garantieren, dass ihre
Produkte sicher sind. Unsicheres Spielzeug kann als illegaler Inhalt
eingestuft und mit hohen Strafen bis hin zur Sperrung belegt werden.
Damit schließen wir die Schlupflöcher, durch die bisher riskante
Billigware durchgerutscht ist.“ (Schluss)