European Cities Conference: Digitalisierung – sicher und souverän

Wien (OTS) – Im Zuge der dynamischen Entwicklung urbaner Räume stehen
europäische
Großstädte vor immer neuen Herausforderungen. Themen wie IT-
Sicherheit, Resilienz und Digitale Souveränität haben dabei massiv an
Bedeutung gewonnen. Komplexe Bedrohungslagen sowie Abhängigkeiten
erfordern vernetztes Denken, gemeinsames Handeln und eine enge
Zusammenarbeit auf vielen Ebenen.

Am 20. und 21. November 2025 trafen sich Vertreter*innen
europäischer Stadtverwaltungen im Rahmen der European Cities
Conference „Digitalisierung – sicher und souverän“ mit Expert*innen
aus Wissenschaft und Wirtschaft in Wien, um sich auszutauschen und zu
vernetzen. Auf Vermittlung der Internationalen Büros der Stadt Wien,
ein Unternehmen der Wien Holding, nahmen Vertreter*innen der Städte
Belgrad, Berlin, Budapest, Krakau, Sarajevo, Sofia und Zagreb an der
Konferenz teil.

„Expertise und Wissen zu teilen und Infrastruktur für Partner*
innen zur Verfügung zu stellen, ist eine Frage der Verantwortung uns
allen gegenüber“, so Barbara Novak, Amtsführende Stadträtin für
Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Digitales. Auch
Magistratsdirektor-Stellvertreter Wolfgang Müller betonte die
internationale Bedeutung des Austauschs, denn „im Cyberraum sind wir
alle Nachbarstaaten“. Für Predrag Puharić, Vizebürgermeister der
Stadt Sarajevo und Leiter des Center for Excellence in Cyber Security
(CSEC) in Bosnien-Herzegowina, liegt der Schlüssel für die
gegenwärtigen Herausforderungen ebenfalls in der Zusammenarbeit.

Zwtl.: Resiliente Städte – resiliente Bürger*innen

Der erste Konferenztag widmete sich Bedrohungsszenarien im
Cyberbereich, von denen Städte derzeit betroffen sind. Die Expert*
innen analysierten, was Städte zum Ziel von Cyberattacken macht, von
wem die Bedrohung ausgeht und wie Städte resiliente Systeme
entwickeln können, um die Versorgung ihrer Bürger*innen gewährleisten
zu können. Eine Frage, die auch große Unternehmen beschäftigt, die
grenzüberschreitend tätig sind. Neben der Zerstörung von kritischer
Infrastruktur, ist die Zerstörung des Vertrauens der Bürger*innen in
Behörden und unabhängige Medien eine weitere Bedrohung. Das
Bewusstsein dafür zu schaffen und die Bürger*innen dagegen zu
wappnen, ist ein weiterer entscheidender Faktor zur Erhöhung der
Resilienz. Verschwimmende Grenzen bei Zuständigkeiten, Grauzonen bei
der Einordnung von Cyberattacken und die ungeschriebenen Gesetzte für
das vom Menschen geschaffene Territorium des Cyberraums sind weitere
Fragen, denen Behörden und Verwaltungen sich am besten gemeinsam
stellen.

Zwtl.: Digitale Städte von morgen

Der zweite Konferenz-Schwerpunkte beschäftigte sich mit der
Frage, welchen Einfluss die Digitalisierung auf die Entwicklung von
Städten hat und wie Stadtverwaltungen neue Werkzeuge, wie Künstliche
Intelligenz, nutzen können, um die Lebensqualität Ihrer Bürger*innen
weiter zu verbessern. Auf international besetzten Panels teilten die
Expert*innen ihre Erfahrungen und Best-Practice-Beispiele. Diese
reichten vom Einsatz von Open Source, um die Abhängigkeit von großen
Softwareunternehmen zu reduzieren, über die Aufrüstung von
Telefonhotlines mit KI, um die Services für Menschen mit besonderen
Bedürfnissen verbessern zu können oder die Erhöhung der
Treffsicherheit bei Suchfunktionen auf Behördenwebseiten, bis hin zur
Reihung von Bürger*innen-Anliegen nach Dringlichkeit.

Bewusstsein für die gegenwärtigen Veränderungen zu schaffen, sich
vorzubereiten und Stadtverwaltungen sowie Bürger*innen mit den
nötigen Kompetenzen auszustatten sind wichtige Maßnahmen, um die
Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern, so das Resümee der
Konferenzteilnehmer*innen. Denn „Wir sind keine passiven Zuschauer*
innen, wir gestalten die digitale Welt.“, meint Beth Noveck, Chief AI
Strategist for the State of New Jersey.

Zwtl.: European Cities Conferences

Die European Cities Conference (ECC) ist eine internationale
Städtekonferenz-Reihe der Stadt Wien, die sich mit komplexen urbanen
Herausforderungen und aktuellen Themen der kommunalen Verwaltung und
der Daseinsvorsorge beschäftigt. Dabei treffen in Wien Expert*innen
auf ihre Gegenüber aus den städtischen Einrichtungen im mittel- und
südosteuropäischen Raum. Zum Austausch, für die Mitnahme neuer
Impulse und zur Implementierung strategischer Ziele in den jeweiligen
kommunalen Verwaltungen und Städten. Ganz im Sinne eines regen
Dialogs über Government2Government-Projekte.

Zwtl.: Stadt Wien Internationale Büros: Wiens Brücke nach Europa

Die Stadt Wien arbeitet mit ihren Nachbarstädten in verschiedenen
Bereichen zusammen, mit dem Ziel, einen nachhaltigen politischen
Dialog sowie gemeinsame Lösungen in einem vernetzten Wirtschaftsraum
zu entwickeln. Die Internationalen Büros der Stadt Wien sind seit 1.
Jänner 2016 als Unternehmen der Wien Holding für die internationale
Positionierung Wiens als europäische Drehscheibe für den Dialog, für
„Government2Government“-Projekte sowie für die Öffentlichkeitsarbeit
der Stadt Wien in Belgrad, Berlin, Budapest, Krakau, Ljubljana, Prag,
Sarajevo, Sofia und Zagreb verantwortlich. Aufgrund der Nähe werden
die Verbindungen zu Bratislava direkt von Wien aus gepflegt.