A.C.I.C. Sector Grade und A.C.I.C. Insolvenzstatistik Q3 2025 – Risikoanalysen auf einen Blick

Wien (OTS) – Das Austrian Credit Insurance Counsel analysiert viermal
jährlich die
österreichischen Insolvenzzahlen sowie Risikobewertungen 18 Branchen/
-gruppen in 27 Ländern.

– A.C.I.C. Insolvenzstatistik: Österreichs Insolvenzen verlieren im
dritten Quartal 2025 an Tempo – der A.C.I.C. Insolvenzindex zeigt
eine rückläufige Entwicklung.

– A.C.I.C. Sector Grade: Positive Signale kommen aus der
Papierindustrie – aktuell befindet sich die Branche im
Regenerationsmodus. Dagegen stehen die bisherigen Top-Performer, die
Informations- und Kommunikationstechniken sowie die Pharmaindustrie,
vor großen Herausforderungen.

Zwtl.: A.C.I.C. Insolvenzstatistik – Insolvenzen schalten einen Gang
zurück

Die positive Entwicklung des zweiten Quartals setzen sich fort:
Auch im dritten Quartal 2025 zeigt der A.C.I.C. Insolvenz-Index einen
rückläufigen Trend.

Wie entstehen die Ergebnisse?

Für die Quartalsauwertungen hat A.C.I.C. das erste Quartal 2019
als Startpunkt ausgewählt, um die Insolvenzentwicklung vor, während
und nach der Coronapandemie vollumfänglich abzubilden. Der „Insolvenz
-Index“ sowie der „Index der Unternehmenszahlen“ zeigen die
Entwicklung der österreichischen Insolvenzen und
Unternehmensgründungen in Relation zu Q1 2019.

Was zeigen die Daten?

Seit 2019 steigt die Zahl der Unternehmen kontinuierlich – für
die Insolvenzen gilt das nicht. Mit Beginn der Corona-Pandemie kam es
ab 2020 zu einem deutlichen Rückgang. Erst ab Q2 2023 wurde das
Vorpandemieniveau nachhaltig überschritten, was 2024 zu einem
sprunghaften Anstieg führte. Das Höchstniveau erreichte der A.C.I.C.-
Insolvenzindex Anfang 2025. Seither verlangsamt sich die Entwicklung,
der Index befindet sich im Abwärtstrend.

Wie lassen sich die Daten interpretieren?

Die steigenden Unternehmenszahl erhöht grundsätzlich die
Insolvenzwahrscheinlichkeit. Zudem darf die Wirkung des
pandemiebedingten Rückgangs nicht unterschätzt werden: Viele
Insolvenzen, die während der Pandemie verhindert wurden, traten ab
2024 geballt auf. Österreich befindet sich weiterhin in einer
Aufholphase.

Prognose:

In der ersten Hälfte des Jahres 2026 müssen die österreichischen
Insolvenzen genau beobachtet werden, denn laut A.C.I.C.
Insolvenzprognose endet in diesem Zeitraum der pandemiebedingte
Aufholeffekt.

Zwtl.: A.C.I.C. Sector Grade – Trends in Bewegung

Länder- und Branchentrends Q3/25 im Überblick:

– Insgesamt gibt es 72 positive und 82 negative Trendentwicklungen.
Spanien und Frankreich führen bei den positiven und Mexiko und China
bei den negativen Trends.

– Verbesserungen gegenüber dem Vorquartal zeigen sich in der Papier-
und Dienstleistungsbranche.

– In der Metall- und Autoindustrie halten die Verschlechterungen an.

Im Regenerationsmodus

Hohe Energiekosten und die rasch fortschreitende Digitalisierung
belasteten die Papierindustrie. Trotz fortbestehender
Herausforderungen entwickelt sich der Sektor positiv: Eine steigende
Nachfrage aus dem E-Commerce und an Hygieneartikeln sowie politische
Nachhaltigkeitsinitiativen, die Papier und Karton als
Verpackungsmaterialien fördern, sind hierfür ausschlaggebend. Aktuell
erlebt die Branche in einen Innovationsschub – fehlende Investitionen
in neue Technologien gefährden die Wettbewerbsfähigkeit.

Top Performer mit Blasenrisiko

Die Informations- und Kommunikationstechnik boomt, getrieben
durch den KI-Trend. Experten warnen jedoch vor einem drohenden
Platzen der „KI-Blase“, da Renditen für Investoren aktuell gering
ausfallen. Während Asien und die USA ein Wachstum in der Produktion
von High Tech Produkten verzeichnen, befindet sich Europa noch in
einer Erholungsphase.

Obacht ist geboten

Die Pharmabranche bleibt der Spitzenreiter unter den Branchen,
zeigt jedoch einen leichten Negativtrend. Unsicherheiten kommen aus
den USA: Donald Trumps angekündigte Zölle auf Pharmaimporte hängen
wie ein Damoklesschwert über der Industrie. Obwohl die Zölle nicht in
Kraft getreten sind, reagieren die ersten Pharmakonzerne bereits mit
Preisreduktionen ihrer US-Produkte. Dadurch wird deutlich: aktuell
steht Resilienz vor Marge.

Zwtl.: KOSTENLOS INFORMIEREN

Die A.C.I.C. Insolvenzstatistik zeigt die Jahres- und
Quartalsentwicklungen der Insolvenzen in Österreich, aus der
Vergangenheit und Gegenwart, im Überblick. Hierfür wurden Daten der
WKO und des KSV 1870 zusammengetragen, analysiert und visualisiert.
In den A.C.I.C. Insolvenzstatistik werden die Insolvenzentwicklungen
aller aktiven Unternehmen sowie jener Unternehmen, die nicht zu den
protokollierten Einzelunternehmen zählen, dargestellt. Drei
wesentliche Werte wurden ermittelt: der Index der
Unternehmensanzahlen, der Index der Insolvenzzahlen sowie die
Insolvenzquote. Die vollständige A.C.I.C. Insolvenzstatistik finden
Sie hier zum Download

Der A.C.I.C. Sector Grade fasst nicht nur die aktuellen Daten der
Risikobewertungen für 18 Branchen/-gruppen in 27 Ländern dreier
Kreditversicherer zusammen und bereitet diese übersichtlich auf – er
veranschaulicht zudem den Wandel der einzelnen Branchen. Der
Quartalsvergleich bietet einen Überblick in die Veränderungen der
Branchen-/Gruppen zwischen dem ersten und zweiten Quartal 2024. Ein
detaillierterer Einblick wird durch Trendentwicklungen einzelner
Branchen in verschiedenen Ländern ermöglicht. Den vollständigen
A.C.I.C. Sector Grade finden Sie hier zum Download

A.C.I.C.

Das Austrian Credit Insurance Counsel (A.C.I.C.) ist Österreichs
führende Spezialmaklergesellschaft für Kreditversicherungen. Das
Unternehmen wurde 2009 vom geschäftsführenden Gesellschafter Peter
Androsch gegründet. Kreditversicherungen dienen dem Risikomanagement,
indem sie Lieferanten Schutz vor der Zahlungsunfähigkeit ihrer Kunden
bieten. Der Gesamtmarkt gemessen an Prämieneinnahmen der
Kreditversicherer bewegt sich in Österreich bei 140 Millionen Ꞓ pro
Jahr. Rund 6000 Unternehmen sind einer Schätzung zufolge versichert.
A.C.I.C. ist unter anderem auch Repräsentant der AU Group in
Österreich. Dadurch steht exportorientierten Kunden des A.C.I.C. ein
internationales Netzwerk an Experten für Kreditversicherung,
Factoring und Forderungsmanagement zur Verfügung. Peter Androsch ist
zudem Vorstandsmitglied beim internationalen
Kreditversicherungsmaklerverband BARDO. www.acic.at