Wien (OTS) – Auch die zweite Verhandlungsrunde zu einem neuen
Kollektivvertrag hat
für die rund 90.000 Beschäftigten der IT-Branche heute, Montag,
keinen Abschluss gebracht. „Die unveränderte Forderung der
Gewerkschaft von 4,3 Prozent ist standortgefährdend. Es scheint, dass
den Arbeitnehmervertreter:innen die tatsächliche Situation der
Branche mit ihren vielen KMU nicht bekannt ist“, macht Martin
Zandonella, Arbeitgeber-Verhandlungsleiter im Fachverband
Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT)
in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), seinem Unmut Luft. „Die IT
-Branche ist keine Insel der Seligen, die Krise ist auch bei uns
angekommen.“ Er fordert daher einen KV-Abschluss mit Augenmaß.
Die enorme Steigerung der Gehaltskosten in den vergangenen drei
Jahren bringt die IT-Arbeitgeber:innen unter erheblichen Druck. Seit
Anfang des Jahres ist auch in der IT-Branche ein Rückgang der
Beschäftigung zu verzeichnen. „Der Personalkostenanteil von bis zu 80
Prozent etwa im Bereich der Softwareentwicklung bietet keinen
Spielraum für weitere Erhöhungen. Selbst in Deutschland kann
inzwischen günstiger entwickelt werden als in Österreich“, so
Zandonella. (PWK490/JHR)