Wien (OTS) – Seniorenbundpräsidentin Ingrid Korosec kritisiert den
neuerlichen
Vorstoß von Gemeindebundpräsident Johannes Pressl, den 13. und 14.
Pensionsbezug in die Pflegefinanzierung einzubeziehen, um Geld für
die Gemeinden zu lukrieren:
„Ich habe Verständnis dafür, dass die Gemeinden aufgrund von
immer mehr Aufgaben in einer schwierigen finanziellen Situation sind.
Man sollte dabei das Augenmerk aber nicht auf Menschen richten, die
in Pflegeheimen leben“, sagt Korosec. „Auch Menschen in Pflegeheimen
haben persönliche Bedürfnisse und Wünsche. Ihnen durch eine solche
Pensionskürzung ihre finanzielle Freiheit wegzunehmen, ist würdelos
und herzlos – und daher inakzeptabel.“
Im Pflege- wie im Gesundheitsbereich müsse endlich in den
Strukturen gespart werden. „Viel zu viel Geld versickert in den
Strukturen“, sagt Korosec.
„Bereits 2007 (!) haben Ernest Pichlbauer und ich im Buch
,Gesunde Zukunft‘ auf Fehlentwicklungen im Gesundheitssystem
hingewiesen – und eine ,Finanzierung aus einer Hand‘ gefordert. Ich
bin dabei in guter Gesellschaft mit Fiskalratspräsident Christoph
Badelt, der beim ORF-Polit-Talk „Das Gespräch“ eine
,Krankenhausfinanzierung aus einer Hand‘ gefordert hat. Es ist
höchste Zeit, dass Taten folgen!“