Keri: Jede zweite Minute Gewalt – Wien muss endlich treffsicher handeln

Wien (OTS) – Zum Start der Kampagne ,16 Tage gegen Gewalt an Frauen‘
ruft die
Frauensprecherin der Wiener Volkspartei, Gemeinderätin Sabine Keri,
zu entschlossenem Handeln auf. Die aktuellen Zahlen zeigen ein
drastisches Bild: In Wien wird alle zwei Minuten eine Frau oder ein
Mädchen mit Gewalt konfrontiert. Trotz bestehender Angebote bleibt
die Lage ernst – und verlangt nach konsequenter Weiterentwicklung der
Maßnahmen.

„Gewalt gegen Frauen ist kein Randthema und kein saisonales
Anliegen – es ist bittere Realität. Jede Frau, die es schafft, aus
einer Gewaltspirale auszubrechen, ist eine Heldin. Unsere Aufgabe ist
es, ihr Sicherheit, Respekt und konkrete Unterstützung zu geben“,
betont Keri.

Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf treffsicherer Prävention.
Um Gewalt frühzeitig zu verhindern, müsse man das Täterprofil besser
verstehen und Maßnahmen entsprechend anpassen. Dazu gehören
Gewaltprävention ab der Jugend, mehr Arbeit mit Männern und eine
verbesserte Datenlage. Wien setze hier wichtige Schritte – von der
gestärkten Täterarbeit über Anti-Gewalt-Trainings bis hin zur neu
eingerichteten Gewaltambulanz an der MedUni Wien.

Besonders hebt Keri die Notwendigkeit des gesellschaftlichen
Schulterschlusses hervor: „Gewaltschutz gelingt nicht allein
politisch. Wir brauchen ein gemeinsames Hinschauen und Handeln – über
Parteigrenzen hinweg und zwischen Männern und Frauen gleichermaßen.
Gewalt betrifft uns alle.“

Ein zentrales Anliegen bleibt die Ausweitung niederschwelliger
Unterstützungsangebote, wie dem Stillen Notruf mit der App DEC112,
mit der Frauen rasch und unbemerkt in Gefahrensituationen geholfen
werden kann. „Dass unser Einsatz für flächendeckend ausgebaute
Selbstbehauptungskurse für Mädchen und Frauen zumindest ansatzweise
umgesetzt wird ist ein Teilerfolg“, so Keri weiter.

„Gewaltschutz braucht Mut, Konsequenz und die Bereitschaft, 365
Tage im Jahr für die Sicherheit von Mädchen und Frauen zu arbeiten.
Wir sind bereit, damit Frauen und Mädchen in dieser Stadt sicher
leben können – ohne Angst und ohne Gewalt“, so Keri abschließend.