Sankt Pölten (OTS) – Der aktuelle Rechnungshofbericht zur
„Schulaufsicht Neu“ ist ein
vernichtendes Urteil über das Bildungsmanagement in Niederösterreich.
Statt die Schulen zu unterstützen, hat sich die Bildungsdirektion NÖ
zu einem schwerfälligen Verwaltungsapparat entwickelt, der viel
kostet.
Anmeldeformulare mit sechs Geschlechtern in der Volksschule sind
pädagogischer Irrsinn. Sechsjährige sollen lesen, schreiben und
rechnen lernen und nicht mit Begriffen wie „inter“ oder „divers“
verwirrt werden, die selbst vernünftige Erwachsene kaum verstehen.
„Unsere Kinder sind keine Versuchskaninchen für Gender-Ideologie. Die
Bildungsdirektion NÖ mit ihren Schulqualitätsmanagern (SQM) muss
diesen Unfug sofort beenden“ , betont FPÖ Niederösterreich
Bildungssprecher LAbg. Fiedler.
Rechnungshof deckt NÖ-spezifische Schwachstellen auf
Laut Rechnungshofbericht zeigt sich die Situation in
Niederösterreich besonders alarmierend:
–
In der Bildungsregion Tulln war eine einzige
Schulqualitätsmanagerin (SQM) für 90 Schulen zuständig, mehr als
doppelt so viele wie der NÖ-Durchschnitt (41).
–
Sechs SQM betreuten mehr als 60 Schulen, eine Überlastung, die
Qualitätsarbeit unmöglich macht.
–
Nur 39 % der Schulen in NÖ hatten bis März 2024 überhaupt ein
Bilanz- und Zielvereinbarungsgespräch geführt; in den Regionen Tulln
und Waidhofen/Ybbs waren es nur rund 10 %.
–
Fünf SQM führten laut Bericht kein einziges Gespräch.
–
In der Bildungsdirektion NÖ wurden ein Viertel der Urlaubstage
außerhalb der unterrichtsfreien Zeit konsumiert, in Vorarlberg lag
der Anteil bei nur 8 %.
–
Zudem hat mehr als ein Drittel der niederösterreichischen SQM den
vorgeschriebenen Lehrgang für Schulqualitätsmanagement noch nicht
absolviert.
„Wenn die Bildungsdirektion nicht einmal weiß, wofür ihre eigenen
Führungskräfte ihre Arbeitszeit verwenden und gleichzeitig ein
Viertel der Urlaube mitten im Schulbetrieb konsumiert wird, dann
läuft dieses System nicht für die Schulen, sondern nur noch für sich
selbst “ , so Fiedler.
Mehr Verwaltung, mehr Kosten, aber keine Qualität
Der Personalaufwand für die Schulqualitätsmanager ist
österreichweit um 12 %, in Niederösterreich sogar um 14 % gestiegen.
Der Rechnungshof hält fest: „ keine messbaren Ziele, keine Wirkung,
keine Evaluierung.“ „Man führt ein Qualitätssystem ein, ohne zu
wissen, was Qualität überhaupt bedeutet oder wie man sie misst. Das
ist Verwaltungsabsurdität in Reinform “, erklärt Fiedler.
FPÖ-Forderung: Zurück zum Dienst an der Schule
Die FPÖ Niederösterreich fordert nach dem Bericht:
1.
Transparente Ressourcenerfassung und klare Aufgabenverteilung für
alle SQM.
2.
Begrenzung der Schulanzahl pro SQM , um Qualitätssicherung zu
ermöglichen.
3.
Pflicht zur Weiterbildung für alle SQM.
4.
Reduktion des Verwaltungsaufwands , mehr Mittel direkt für
Unterricht und Schüler.
5.
Strikte Urlaubsregelung: Urlaub der SQM grundsätzlich in der
unterrichtsfreien Zeit.
„Jeder Euro, der in diese ineffiziente Bürokratie fließt, fehlt
im Klassenzimmer. Die Bildungsdirektion NÖ muss endlich vom
Verwaltungsapparat zur echten Servicestelle für unsere Lehrer werden
“, betont LAbg. Helmut Fiedler abschließend.