Internationaler Tag der Kinderrechte: „Mit uns!“ – Tagung der Kinder- und Jugendanwaltschaft zur Teilhabe junger Menschen

Wien (OTS) – Anlässlich des Internationalen Tag der Kinderrechte lädt
die Kinder
und Jugendanwaltschaft Wien (Kija Wien) zur interdisziplinären Tagung
„Mit uns! Teilhabe junger Menschen in Wien“ ein. Die Veranstaltung
findet am 21. November 2025 im Wiener Rathaus statt und richtet sich
an junge Menschen, Praktiker*innen, Forschende sowie alle, die sich
für Kinder- und Jugendbeteiligung engagieren.

Im Mittelpunkt steht die Forderung nach gelebter Partizipation:
Kinder und Jugendliche müssen in allen sie betreffenden
Entscheidungen mitentscheiden und mitgestalten können. Nur so werden
ihre Rechte nach der UN Kinderrechtskonvention wirksam. Denn wo
Entscheidungen ohne Einbindung junger Menschen getroffen werden,
werden ihre Rechte verletzt – Teilhabe ist somit nicht nur eine
gesellschaftliche, sondern auch eine rechtliche Verpflichtung.

„Die Partizipation von Kindern ist ein individuelles Rechtsgut:
Wer Teilhabe fördert, stärkt nicht nur die Persönlichkeitsentwicklung
und die Selbstwirksamkeit von Kindern, sondern leistet zugleich eine
demokratische Investition in eine verantwortungsvolle, gerechte und
inklusive Gesellschaft“, sagt der Kinder- und Jugendanwalt Sebastian
Öhner.

Die Kinder- und Jugendanwaltschaft setzt echte Beteiligung mit
Jugendlichen um: Der Jugendbeirat der Kija ist ein aktives
Partizipationsprojekt, der jungen Menschen einen strukturierten
Rahmen bietet, um ihre Stimme hörbar zu machen und reale
Entscheidungsprozesse mitzugestalten.

Die Beteiligung junger Menschen ist für die Gesellschaft ein
großer Gewinn. Ihre Beiträge eröffnen neue Blickwinkel und helfen
Erwachsenen zu verstehen, was in ihrer Lebenswelt wirklich relevant,
förderlich und fair ist. Junge Menschen zeigen damit eindrucksvoll,
dass eine demokratische Zukunft nicht über, sondern gemeinsam mit
ihnen gestaltet werden kann.

Bei der Tagung wird eine Toolbox zum Jugendbeirat präsentiert,
durch die Partizipationsmodelle entwickelt werden können. Beleuchtet
werden in diesem Zusammenhang verbindliche Zugänge und Strukturen der
Partizipation – von der Elementarbildung über Schule und Jugendhilfe
bis hin zu Freizeitangeboten und Diversität. Im Rahmen der Tagung
werden gute Praxisbeispiele vorgestellt, zentrale Erkenntnisse der
Begleitforschung präsentiert und in einer Expert*innenrunde neue
Handlungsperspektiven für Wien erarbeitet.

Zwtl.: Warum ist Partizipation zentral?

– Wenn junge Menschen in Entscheidungsprozesse einbezogen werden,
stärkt das ihr Selbstbewusstsein und ihre Gestaltungskompetenz –
wichtige Voraussetzungen für ein lebendiges und solidarisches
Miteinander.

– Partizipation ist nicht nur symbolisch: Sie gewährleistet, dass
Rechte gelebt und ins Handeln übertragen werden – ohne Beteiligung
bleibt ein Recht auf Papier.

– Die Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen ist
ein zentraler Bestandteil echter Partizipation. Sie baut Barrieren
ab, wirkt Diskriminierung entgegen und stellt sicher, dass
gesellschaftliche Entscheidungen die Bedürfnisse aller
berücksichtigt.

„Wir freuen uns auf eine kraftvolle Tagung – gemeinsam mit jungen
Menschen, die zeigen, dass sie Kompetenzen und Mut haben, aktiv
mitzugestalten und mit ihren Ideen die Stadt ein Stück weit
entscheidend voranbringen“, schließt der Kinder- und Jugendanwalt.

Anmeldung:
Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie auf
der Website der KIJA Wien .