Wien (OTS) – Wer am Land lebt, wisse, dass Mobilität keine
Komfortfrage sei,
sondern die Grundvoraussetzung dafür, ein selbstbestimmtes Leben
führen zu können. „Während man in Wien problemlos in die U-Bahn
springt, gibt es für junge Menschen in ländlichen Regionen oft nur
eine einzige Möglichkeit: das Auto. Und damit verbunden den
Führerschein“, hielt FPÖ-NAbg. Tina Angela Berger in ihrer heutigen
Rede im Nationalrat fest. Doch oftmals stelle sich für junge
Menschen, die heute einen Führerschein machen wollen, die Frage nach
den tatsächlichen Kosten: Während einige Fahrschulen ihre Preise
vorbildlich, offen und detailliert darlegen, passiere dies bei
anderen leider noch nicht.
Das Problem liege nicht an den Fahrschulen selbst – es liege am
veralteten gesetzlichen Rahmen. „Früher war es völlig ausreichend,
die Preisliste an die Eingangstür der Fahrschulen zu hängen.
Heutzutage sollte es möglich sein, solche Informationen zusätzlich
auch online abzurufen, um Preise entsprechend vergleichen zu können“,
so die Freiheitliche.
Wichtig sei in diesem Zusammenhang zu erwähnen, dass dadurch kein
Mehraufwand für die Fahrschulen entstehe. „Sie haben ja sowieso schon
ihre Tarifblätter und Preisstrukturen. Diese sollen einfach
zusätzlich auch digital abrufbar gemacht werden“, so Berger
zusammenfassend. Mit diesen Rahmenbedingungen würde man eine faire
und zeitgemäße Lösung für alle schaffen.
Aber wie in so vielen anderen Bereichen wird klar, dass
notwendige Schritte nicht gesetzt wurden. „Egal ob bei der Teuerung,
bei Energiepreisen oder bei alltäglichen Belastungen. Die Menschen
müssen mit immer höheren Kosten kämpfen und die Ampel-Koalition
reagiert wie immer: zu langsam, zu spät oder gar nicht“, so Berger
abschließend.