MKÖ errichtet Gedenkort Gunskirchen. Sichtbar machen, was niemals vergessen werden darf.

Wien (OTS) – An der Stelle des ehemaligen KZ-Außenlagers Gunskirchen
errichtet das
Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) einen innovativen Gedenkort, der
an die zehntausenden Menschen erinnert, die hier in den letzten
Kriegswochen interniert und unter grausamsten Bedingungen dem Sterben
ausgesetzt wurden. Lange Zeit waren der Ort und seine Geschichte
nahezu unsichtbar. Im Waldstück, wo sich einst das KZ-Außenlager
befand, errichtet das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) den
Gedenkort Gunskirchen, der Mahnmal und Bildungsprojekt zugleich ist.

„Überlebende berichten über das Konzentrationslager Gunskirchen
als die Hölle im Wald. Was wir mit dem KZ-Überlebenden Daniel Chanoch
schon vor Jahren angestrebt haben, nimmt nun Gestalt an“, so MKÖ-
Vorsitzender Willi Mernyi, „ein innovativer Gedenkort, der von der
österreichischen Zivilgesellschaft errichtet wird, entsteht.“

Der Gedenkort wird zum Teil durch Crowdfunding realisiert und
wird somit ein Gedenkort der Zivilgesellschaft in Österreich. Auf dem
vom MKÖ erworbenen Grundstück am Gelände des ehemaligen KZ-
Außenlagers Gunskirchen werden sechs Glasstelen errichtet, die sich
direkt aus dem Waldboden erheben. Mittels QR-Codes auf den
Glaselementen erhalten Besucher: innen Zugang zu weiteren
Informationen in unterschiedlichen Formaten und Zeitzeug:
innenberichten, teils vorgetragen von prominenten Sprecher: innen.
Der virtuelle Rundgang wird mehrsprachig zur Verfügung stehen.

Sichtbar am Ort des Geschehens, virtuell erlebbar in Webbrowsern
auf der ganzen Welt.

Mehr Informationen unter www.gedenkort-gunskirchen.at