Knapp 1.000 Besucherinnen und Besucher bei der vierteiligen Veranstaltungsreihe „Immer muss ich an alles denken!“

St. Pölten (OTS) – Unter dem Titel „Immer muss ich an alles denken!“
fand kürzlich der
Abschluss der vierteiligen Veranstaltungsreihe zum Thema Mental Load
in Wiener Neustadt statt. Der Abend bot eine abwechslungsreiche
Mischung aus Interviews, einer Performance von Katharina Straßer,
einem Impulsvortrag des Männerforschers und Psychotherapeuten Erich
Lehner sowie einer Fachrunde mit Expertinnen. „Mit dieser
Veranstaltungsreihe waren wir in allen niederösterreichischen
Vierteln unterwegs. Insgesamt nahmen knapp 1.000 Besucherinnen und
Besucher an den Veranstaltungen teil“, bilanziert Frauen-Landesrätin
Christiane Teschl-Hofmeister.

Ziel der Reihe war es, Frauen und Mädchen in Niederösterreich in
ihren unterschiedlichen Lebensphasen dort abzuholen, wo sie stehen,
und für die oft unsichtbare Mehrfachbelastung im Alltag zu
sensibilisieren. Mental Load umfasst die ständige Denk-,
Organisations- und Planarbeit, die meist im Hintergrund geschieht –
etwa Arzttermine koordinieren, Einkäufe planen, Schulsachen
vorbereiten oder Familienaktivitäten organisieren. Diese
Verantwortung wird in vielen Familien noch immer überwiegend von
Frauen getragen.

Die Summe dieser „unsichtbaren“ Aufgaben kann zu Stress,
Erschöpfung und gesundheitlichen Problemen führen. Die
Veranstaltungsreihe machte deutlich, wie wichtig es ist, die tägliche
Leistung von Frauen sichtbar zu machen, Rollenbilder zu hinterfragen
und Wege zu einer gerechteren Aufteilung von Verantwortung
aufzuzeigen. Ebenso wurden die gesundheitlichen Folgen wie
Stresssymptome und Herz-Kreislauf-Erkrankungen thematisiert, die
häufig daraus resultieren, dass Frauen zu wenig Zeit für sich selbst
haben. Ziel war es auch, Frauen zu ermutigen, Verantwortung zu
teilen, loszulassen und Freiräume für sich zu schaffen.

Das Land Niederösterreich unterstützt mit Initiativen wie der
blau-gelben Betreuungsoffensive oder der Finanzbildungsstrategie für
Frauen gezielt Maßnahmen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf
zu verbessern und Frauen zu entlasten. „Veranstaltungen wie jene in
Wiener Neustadt tragen dazu bei, die unsichtbare Arbeit sichtbar zu
machen, Verständnis zu fördern und langfristig mehr
Gleichberechtigung zu erreichen“, so Teschl-Hofmeister.

Weitere Informationen: Büro LR Teschl-Hofmeister, Mag. (FH)
Dieter Kraus, Pressesprecher, Telefon 02742/9005-12655, E-Mail
[email protected]

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Abteilung Familien
und Generationen beim Amt der NÖ Landesregierung in Kooperation mit
„Welt der Frauen“, der Katholischen Frauenbewegung und dem Verein
wendepunkt.