Die Pensionslüge der Agenda Austria

Wien (OTS) – Der Pensionistenverband Österreichs weist die von Agenda
Austria
veröffentlichte Darstellung zur angeblichen „Pensionslücke“
entschieden zurück. Die Behauptung, dass bis Mitte November sämtliche
Einnahmen aus der Einkommensteuer in das Pensionssystem fließen
würden, entbehrt jeder sachlichen Grundlage und trägt zur
Verunsicherung der Bevölkerung bei.

„Anstatt seriös über Generationengerechtigkeit und langfristige
Finanzierbarkeit zu diskutieren, wird immer wieder mit verzerrten
Zahlen und missverständlichen Begriffen ein falsches Bild erzeugt“,
erklärt Verbandspräsidentin Birgit Gerstorfer. „Das nützt niemandem,
weder den Erwerbstätigen noch den Pensionistinnen und Pensionisten.“

Viele der angeführten Kosten sind keine Pensionen

Ein erheblicher Teil der von Agenda Austria genannten Summen
betrifft in Wahrheit Leistungen, die außerhalb des Pensionssystems
liegen, wie Ausgleichszulagen, Kindererziehungszeiten,
Rehabilitationsgeld oder Krankengeld. Diese Zahlungen erfüllen
wichtige soziale Funktionen, dürfen aber nicht als Pensionsausgaben
dargestellt werden.

„Wer alle Sozialausgaben unter dem Titel ,Pension‘ zusammenfasst,
führt die Öffentlichkeit in die Irre und befeuert Vorurteile
gegenüber älteren Menschen“, so Gerstorfer.

Pensionssystem stabil und finanzierbar

Aktuelle Daten der Pensionsversicherung zeigen, dass das
österreichische Pensionssystem auf einem stabilen Fundament steht.
Sowohl das faktische Pensionsantrittsalter als auch die Einnahmen aus
Beiträgen steigen, während die Zahl der Neuzugänge sinkt. Zudem sorgt
der gesetzlich verankerte Nachhaltigkeitsmechanismus für langfristige
Finanzierungssicherheit.

„Unser staatliches, umlagefinanziertes System ist krisenfest und
bietet den Menschen Sicherheit – jetzt und in Zukunft“, betont die
Präsidentin. „Das bestätigen auch internationale Vergleiche, in denen
Österreich regelmäßig als Land mit einem der verlässlichsten
Pensionssysteme Europas abschneidet.“

Auf sachliche Debatte setzen

Der Pensionistenverband appelliert einmal mehr an alle
Beteiligten, die öffentliche Diskussion über die Zukunft des
Pensionssystems auf Grundlage überprüfbarer Zahlen und Fakten zu
führen. Pauschale Behauptungen und künstlich konstruierte
„Pensionslücken“ gefährden den gesellschaftlichen Zusammenhalt und
tragen nichts zu einer lösungsorientierten Debatte bei.

„Eine faire und informierte Diskussion stärkt das Vertrauen in
die soziale Sicherheit und verhindert unnötige
Generationenkonflikte“, so Gerstorfer abschließend. (Schluss)