KV Handel: Betriebsversammlungen starten nach ergebnisloser zweiter Verhandlungsrunde

Wien (OTS) – Die zweite Verhandlungsrunde für die 430.000
Angestellten und 20.000
Lehrlinge des österreichischen Handels wurde heute nach neun
Verhandlungsstunden ergebnislos beendet. Seitens der Arbeitgeber
erfolgte ein Angebot in der Höhe von 2,25%. Für die Gewerkschaft GPA
ist das Angebot in dieser Form nicht akzeptabel, deshalb starten
bereits in der kommenden Woche Betriebsversammlungen in ganz
Österreich.

„Die heutigen Gespräche haben gezeigt, dass unsere Vorstellungen
von einem fairen Abschluss immer noch deutlich auseinanderliegen. Wir
erwarten in der nächsten Verhandlungsrunde ein verbessertes Angebot,
das die Leistung der Beschäftigten anerkennt, sonst werden wir die
nächsten Schritte setzen müssen!“, fasst Mario Ferrari,
Chefverhandler der Gewerkschaft GPA die Lage zusammen.

Bereits in der vergangenen Woche wurde von den Betriebsrät:innen
der Branche einstimmig eine Resolution verabschiedet alle notwendigen
betriebsrätlichen und gewerkschaftlichen Maßnahmen zu unterstützen,
sollte es in der zweiten Verhandlungsrunde zu keinem akzeptablen
Angebot kommen. Als nächster Schritt folgen nun Betriebsversammlungen
in ganz Österreich: „In der kommenden Woche werden wir die
Beschäftigten in allen Bundesländern über den aktuellen
Verhandlungsstand informieren und weitere Schritte beraten, sollte es
auch in der nächsten Verhandlungsrunde zu keinem fairen Angebot
kommen“, betont Martin Müllauer, Vorsitzender des Wirtschaftsbereichs
Handel in der Gewerkschaft GPA und Betriebsratsvorsitzender der
Morawa Buchhandlungen.

Die für die Verhandlungen relevante Inflationsrate liegt bei 3,0
Prozent – und damit nur 0,1 Prozentpunkte höher als jener Wert, der
im Abschluss des Vorjahres eine Erhöhung von 2,9% vorgesehen hätte.
„Deshalb haben wir heute angeboten, den im Vorjahr vereinbarten Wert
für 2026 zu übernehmen und damit Planungssicherheit und Stabilität
für alle Beteiligten zu ermöglichen. Doch seitens der Arbeitgeber
scheint es kein Interesse an einer pragmatischen Lösung zu geben“, so
Ferrari weiter. „Die Kolleginnen und Kollegen haben uns bereits bei
unseren Betriebsrats-Konferenzen ihre volle Unterstützung
zugesichert. Deshalb werden wir weiterhin mit allen Kolleginnen und
Kollegen für einen fairen Abschluss kämpfen!“, so Ferrari und
Müllauer abschließend.

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 24. November statt.