Wien (OTS) – UNOS – Unternehmerisches Österreich nehmen den Rücktritt
von
Wirtschaftskammerpräsident Harald Mahrer zur Kenntnis. Nach den
Ereignissen der vergangenen Wochen sei dieser Schritt
nachvollziehbar, so UNOS Bundessprecher Michael Bernhard.
„Wir haben nie einzelne Personen in den Mittelpunkt unserer
Kritik gestellt. Die Probleme liegen im System selbst – in
Strukturen, die über Jahrzehnte gewachsen sind und die
Wirtschaftskammer daran hindern, im Sinne ihrer Mitglieder zu
handeln“, erklärt Bernhard.
Zugleich bedanken sich UNOS bei Harald Mahrer für sein
langjähriges Engagement. „Er war acht Jahre Präsident der
Wirtschaftskammer und hat in dieser Zeit viele Initiativen und
Projekte auf den Weg gebracht, die für die österreichische Wirtschaft
und ihre Unternehmer:innen positiv waren. Ungeachtet der letzten
Wochen und mancher Entscheidungen, die wir kritisch sehen, wollen wir
seine Leistungen und seinen Einsatz für den Standort ausdrücklich
anerkennen“, betont Bernhard.
Nun sei der richtige Zeitpunkt, um einen echten Reformprozess
einzuleiten. „Wer auch immer die Führung der Wirtschaftskammer
übernimmt, wird die Verantwortung haben, die Weichen für eine
moderne, transparente und effiziente Kammer zu stellen. Wichtig ist
jetzt, dass alle Ebenen zusammenarbeiten und auch die
Funktionär:innen zeigen, dass sie bereit sind, Verantwortung zu
übernehmen und Privilegien zu hinterfragen.“
UNOS bekräftigen in diesem Zusammenhang ihre zentralen
Reformvorschläge: radikal weniger Bürokratie durch eine Verschlankung
der Strukturen, mehr Entlastung der Betriebe durch schrittweises
Senken der Kammerumlage 2, echte Transparenz durch einen
konsolidierten Rechnungsabschluss, faire Beiträge mit klaren
Obergrenzen und eine Wahlrechtsreform zur Stärkung der demokratischen
Legitimation.
„Wir wünschen der neuen Führung alles Gute und stehen bereit,
konstruktiv an Lösungen mitzuarbeiten. Die Chance für einen echten
Neustart ist jetzt da – sie sollte genutzt werden“, so Bernhard
abschließend.
UNOS – Unternehmerisches Österreich vertreten seit 2014 die
Interessen liberal denkender Unternehmerinnen und Unternehmer und
sind in acht Wirtschaftsparlamenten präsent.