St. Pölten (OTS) – Mehr als 90 Prozent aller Paketsendungen in die EU
mit einem Wert von
unter 150 Euro stammen aus China. Dabei hat sich das Geschäftsmodell
der chinesischen Online-Händler zu einer echten Paketflut für Europa
entwickelt, mit rund 4,2 Milliarden Sendungen pro Jahr – auch weil
viele Sendungen gestückelt werden, um die Zollfreigrenze einzuhalten.
„Höchste Zeit, dass wir hier konsequent einschreiten und dieser
Paketflut ein Ende setzen. Auch im Warenverkehr müssen kurze Wege das
Ziel sein – denn die sparen CO₂ und helfen damit dem Klimaschutz“,
begrüßt SPÖ-EU-Abgeordneter Günther Sidl die heutige Entscheidung der
EU-Finanzminister, für die Abschaffung der Zollfreigrenze von 150
Euro.
„Das Unterlaufen unserer europäischen Regeln darf kein
Geschäftsmodell sein. Denn das schadet unserem Wirtschaftsstandort
und unserem Klima“, so Sidl weiter, der, neben der Sicherstellung
fairer Bedingungen für die europäischen Unternehmen im Wettbewerb mit
der Konkurrenz aus China, weitere Anstrengungen der EU einfordert, um
den Wirtschaftsstandort und Klimaschutz gleichzeitig zu stärken: „Die
EU muss den Klimaschutz als Chance begreifen und dafür sorgen, dass
bei uns innovativer, besser und sauberer produziert wird. Das ist der
beste Weg, um der Konkurrenz aus China den Wind aus den Segeln zu
nehmen. Damit schaffen wir neue Arbeitsplätze und Wertschöpfung in
der EU und dämmen auch die CO₂-Belastung durch die unzähligen Pakete
wieder ein.“