Wien/Nürnberg (OTS) – Egal ob Metropole oder Dorf – bei der Wahl des
Wohnumfelds gibt es
Ärgernisse: Nachbarn, Kosten und Lärm bestimmen die Zufriedenheit.
– 59 % der Österreicher fühlen sich in ihrer Wohnumgebung durch
verschiedene Faktoren gestört. Das zeigt eine repräsentative Studie
von immowelt.
– 19 % der befragten Österreicher fühlen sich durch ihre Nachbarn
aufgrund von Gerüchen, Lärm oder kulturellen Konflikten belästigt. 17
% geben hohe Wohnkosten als Störfaktoren an, 15 % schlechte
Infrastruktur. 10 % der Befragten vermissen Freizeitmöglichkeiten.
– Nachbarn sind das größte Ärgernis, gefolgt von Wohnkosten: In
Städten ab 100.000 Einwohnern klagen 25 % über Nachbarn und 22 % über
Wohnkosten; am Land liegt der Anteil bei 12 % bzw. 11 %.
– In Einfamilienhäusern haben 51 % Probleme mit ihrem Wohnumfeld, in
kleineren Wohnanlagen (unter 50 Einheiten) sind es 70 %, in größeren
60 %.
– 71 % der Mieter fühlen sich durch Störfaktoren beeinträchtigt, bei
Eigentümern sind es 50 %.
– Jüngere und Alleinlebende nennen am häufigsten Probleme im
Wohnumfeld: 75 % der 16- bis 29-Jährigen und ebenso viele der Single-
Haushalte bis 39 Jahre.
Die immowelt Studie „Ist Wohnen in Österreich noch leistbar?“
zeigt: Störfaktoren begleiten das Wohnen quer durchs Land. Rund sechs
von zehn Befragten nennen mindestens ein Ärgernis, unabhängig davon,
ob sie in der Stadt oder am Land leben. Etwa jeder Fünfte fühlt sich
vor allem durch Nachbarn beeinträchtigt. Weitere häufige Punkte sind
Kosten, Lärm oder eine schwache Infrastruktur.
„Die Ergebnisse zeigen, dass Wohnqualität weit mehr ist als nur
Quadratmeter und Preis. Gerade das soziale Umfeld entscheidet
darüber, wie wohl wir uns wirklich fühlen“, sagt Dr. Robert Wagner,
Geschäftsführer von immowelt. „In Städten belasten vor allem Nachbarn
und hohe Kosten, während am Land Infrastruktur und Freizeitangebote
fehlen. Das verdeutlicht, wie wichtig es ist, Wohnen ganzheitlicher
zu denken: als Zusammenspiel von Raum, Gemeinschaft und
Lebensqualität.“
Der Vergleich von Stadt und Land offenbart zudem unterschiedliche
Schwerpunkte: In Großstädten stehen Nachbarn und hohe Kosten an
erster Stelle der Ärgernisse, während am Land vor allem Infrastruktur
und Freizeitangebote fehlen.
Bauform beeinflusst Konfliktpotenzial
Nicht nur der Standort, auch die Bauform prägt das Empfinden.
Bewohner von Einfamilienhäusern haben seltener Probleme (51 %) als
jene von Mehrparteienhäusern. Besonders in kleineren Wohnanlagen mit
weniger als 50 Wohneinheiten berichten 70 % über Störfaktoren, in
größeren Anlagen 60 %. In Einfamilienhäusern steht die fehlende
Infrastruktur an erster Stelle der Störfaktoren, in
Mehrparteienhäusern sind es Nachbarn und Kosten.
Jüngere und Mieter besonders betroffen
Junge Menschen, Singles und Mieter erleben ihr Wohnumfeld
häufiger als belastend: 75 % der 16- bis 29-Jährigen sowie der Single
-Haushalte bis 39 Jahre beschweren sich über dieses. Mit zunehmendem
Alter sinkt dieser Anteil auf 42 % bei den über 60-Jährigen. Auch die
Wohnform spielt eine Rolle: 71 % der Mieter berichten von
Störfaktoren, bei Eigentümern 50 %. Zudem empfinden Personen, die auf
weniger als 100 Quadratmetern wohnen ihr Wohnumfeld besonders häufig
als belastend.
Nachbarschaft bleibt zentral
Eine harmonische Nachbarschaft ohne Geruchs- oder Lärmbelästigung
ist für 78 % der Österreicher ein wichtiges Kriterium für
Wohnqualität. Am Land ist dieser Wunsch mit 85 % besonders stark
ausgeprägt, in Städten über 5.000 Einwohnern liegt der Anteil bei 75
%. Dennoch geben 8 % an, kein gutes Verhältnis zu ihren Nachbarn zu
haben.
Über die Studie
Die repräsentative Studie „Ist Wohnen in Österreich noch
leistbar?“ wurde vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut MARKET im
Auftrag von immowelt.at durchgeführt. Zwischen dem 5. und 12. Mai
2025 wurden 1.000 Personen ab 16 Jahren in ganz Österreich online
befragt. Die Stichprobe entspricht in ihrer Zusammensetzung der
österreichischen Bevölkerung; die maximale statistische
Schwankungsbreite beträgt ± 3,16 Prozentpunkte.
Über immowelt
Das Immobilienportal immowelt.at gehört zu den führenden Online-
Marktplätzen für Miet- und Kaufimmobilien in Österreich. Seit über
zehn Jahren bringt die Plattform erfolgreich Eigentümer:innen,
Immobilienprofis und Suchende zusammen. Ziel von immowelt ist es, die
Schritte der Immobilientransaktion zu digitalisieren und damit für
alle Beteiligten zu vereinfachen. Dank datengestützter Services
unterstützt immowelt bei der unkomplizierten Suche nach einer
Mietwohnung, der effektiven Vermarktung einer Immobilie und bei
maßgeschneiderten Finanzierungen. immowelt.at wird von der AVIV
Germany GmbH betrieben, die zur AVIV Group gehört, einem der weltweit
größten digitalen Immobilien-Tech-Unternehmen.