Wien (OTS) – Auf einer Pressekonferenz der SPÖ Oberösterreich gaben
SPÖ-
Finanzminister Marterbauer und SPÖ-Landesparteiobmann Winkler
unlängst Einblicke in ihr ganz eigenes, nur ihnen selbst
verständliches Konzept von Energie- und Standortpolitik. Der
freiheitliche Energieexperte und stellvertretende FPÖ-Energiesprecher
NAbg. Mag. Paul Hammerl erklärte dazu: „Es ist erschreckend, mit
welchem Selbstbewusstsein die Sozialdemokratie ihre energiepolitische
Ahnungslosigkeit in die Welt hinausträgt. Vom Mythos der günstigen
Strompreise durch den Windkraftausbau, den die SPÖ weiterhin
propagiert, rückt man selbst in der Ökoindustrie zunehmend ab.“
Hammerl verwies in diesem Zusammenhang auf ein Interview des
Oekostrom-CEO Ulrich Streibl mit der „Kleinen Zeitung“ von Ende
Oktober. Darin sagte Streibl wörtlich: „Die Energiepreise sind nicht
zu hoch […] Im Moment sind wir bei einem Börsen-Energiepreis für
das nächste Jahr von 9 bis 10 Cent. Wir können kein Kraftwerk […]
mit Preisen bauen, die unterhalb dessen liegen. […] Wir werden uns
darauf einstellen müssen, dass sich der Strompreis in einem Korridor
von 8 bis 12 Cent bewegen wird.“ Steigende Strompreise seien die
politische Realität der Energiewende, erklärte Hammerl. Wenn selbst
die Ökobranche mit steigenden Strompreisen bei Windkraftausbau
rechne, dann sei der Zeitpunkt gekommen, sich auch politisch von
anderslautenden rot-grünen Träumereien zu verabschieden.
Es gebe jedoch durchaus sogenannte Hidden Champions im Bereich
der Erneuerbaren, ist sich Hammerl sicher: „Das Potenzial der
Geothermie ist in Österreich noch nicht annähernd ausgeschöpft. Hier
sind Investitionen und politische Weichenstellungen nötig, um diese
wirklich effiziente, heimische Bodenressource nutzbar zu machen. Und
natürlich haben auch andere Formen der Erneuerbaren in einem
sorgfältig austarierten Energiemix ihren Platz, wie etwa die
Wasserkraft, deren weiterer Ausbau durchaus einen positiven Effekt
bei der Preisgestaltung verspreche. Nur, Windräder an dafür
nachweislich kaum geeigneten Standorten in Oberösterreich zu
errichten, wäre nicht mehr als ein energiepolitischer Gesslerhut für
die irregeleitete Klimaideologie.“
Auch Bodenressourcen wie Gasvorkommen müsse man weiterhin als
Chance begreifen, wann immer sie sich auftun. „Österreich ist wohl
das einzige Land der Welt, in dem der Verdacht auf Bodenschätze zu
Panikreaktionen führt. Das zeigt das Ausmaß der Verblendung, das bei
Roten und Grünen mittlerweile herrscht. Wir brauchen auch hier ein
Umdenken“, betonte Hammerl.