Wien (OTS) – Die zweite Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für
rund 15.000
Beschäftigte im Bewachungsgewerbe ist am Dienstag ohne Ergebnis zu
Ende gegangen. Und das, obwohl die Arbeitgeber ein attraktives
Angebot vorgelegt hatten, das – je nach Verwendungsgruppen
differenziert – im Durchschnitt eine volle Abgeltung der rollierenden
Inflation von 3,01 Prozent (VPI-Steigerung von Oktober bis September)
bedeutet hätte.
Dieser Abschluss läge somit deutlich über den Ergebnissen
mehrerer anderer Branchen, die nur knapp über 2 Prozent abgeschlossen
haben, wie beispielsweise die KV-Lohnerhöhungen im Metallgewerbe und
Metallindustrie (+2,2 Prozent und 2,0 Prozent) oder auch bei den
Brauereien (+2,55 Prozent).
„In diesen Branchen sind viele unserer Auftraggeber zu finden.
Leider ist die Gewerkschaft vida nach wie vor nicht bereit, die
äußerst schwierigen Marktgegebenheiten zur Kenntnis zu nehmen. Mehr
gibt die wirtschaftliche Realität unserer Mitgliedsbetriebe schlicht
und einfach nicht her“, betont Hans-Georg Chwoyka ,
Bundesvorsitzender des Bewachungsgewerbes.
Er bedauert, dass die Arbeitnehmerseite dieses „finale Angebot“
ebenso wie eine zweite Variante (mit 2,9 Prozent Plus und einer
Anhebung der Verfallsfristen) zurückgewiesen haben und sieht die
Verhandlungen nun für die nächste Runde am 27. November zurück an den
Start verwiesen. Ursprünglich hatten die Arbeitgeber eine Erhöhung
der KV-Löhne um 1,7 Prozent sowie als Kaufkraftsicherung eine Prämie
von 250 Euro in Aussicht gestellt. (PWK465/HSP)