Wien (OTS) – “Walter Rosenkranz vergisst bei seiner Argumentation
rund um das
‘Dinghofer-Symposium’, dass er als Nationalratspräsident der zweite
Mann im Staat ist – und hier nicht als FPÖ-Vertreter agiert”, betont
ÖVP-Verfassungssprecher Wolfgang Gerstl zum heutigen Interview von
Rosenkranz im Ö1-„Morgenjournal“. Der Nationalratspräsident lasse
weiterhin jedes Gespür vermissen, wenn er im heurigen Gedenkjahr die
Veranstaltung im Geiste und Andenken an den bekennenden Antisemiten
und Verfechter großdeutscher Ideen Franz Dinghofer verbissen
verteidige. “Und er argumentiert überdies unredlich – denn es war
nicht die verstorbene Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, die
hier diese Veranstaltung ins Leben gerufen hatte. Es war der damalige
Dritte Nationalratspräsident Martin Graf von der FPÖ“, stellt Gerstl
klar.
Gerstl abschließend: “Was die Freiheitlichen machen, ist ihre
Sache – aber sie müssen auch damit rechnen, dass nicht alles
unkommentiert hingenommen wird. Was aber nicht sein darf, dass
antisemitisches und großdeutsches Gedankengut unter der
Schirmherrschaft des Nationalratspräsidenten die Integrität des
Parlaments als Ort und Symbol von Freiheit und Demokratie in
Mitleidenschaft zieht. Präsident Rosenkranz ist dringend dazu
angehalten, das auch nicht zuzulassen.” (Schluss)