Hospiz- und Palliativgipfel in St. Pölten

St. Pölten (OTS) – Gestern fand im Landtagssitzungssaal in St. Pölten
der Hospiz- und
Palliativgipfel statt. Die Hospiz- und Palliativversorgung verfolgt
das Ziel, die Lebensqualität schwerkranker Menschen und ihrer
Angehörigen zu verbessern. Multiprofessionelle Teams berücksichtigen
dabei sowohl körperliche Beschwerden als auch psychosoziale
Herausforderungen. Neben der Betreuung unheilbar kranker Erwachsener
liegt ein besonderer Fokus auch auf Kindern, Jugendlichen und jungen
Erwachsenen mit lebensverkürzenden Erkrankungen, die während des
gesamten Krankheitsverlaufs individuell begleitet werden.

„Hospiz- und Palliativarbeit bedeutet, Menschen in ihrer letzten
Lebensphase zu begleiten und dabei Leid zu lindern, Würde und Respekt
zu bewahren sowie Geborgenheit zu schenken. Das ist nicht nur eine
medizinische oder pflegerische Aufgabe, sondern benötigt eine
zutiefst menschliche Komponente. Mein Dank gilt den vielen
Beteiligten – in Krankenhäusern, Pflegeheimen, mobilen Diensten und
Ehrenamtsinitiativen – für das großartige Engagement. Gemeinsam mit
diesen Personen ist es dem Land NÖ gelungen, ein dichtes Netz der
Begleitung aufzubauen. Denn Hospiz- und Palliativversorgung ist keine
Randaufgabe, sie ist vielmehr ein Ausdruck unserer Haltung als
Gesellschaft“, dankt Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister bei der
Begrüßung.

„Unsere Gesellschaft wird daran gemessen, wie sie mit jenen
umgeht, die besondere Unterstützung benötigen. Das Land NÖ bekennt
sich klar dazu, die Hospiz- und Palliativversorgung weiter
auszubauen, zu vernetzen und auch finanziell zu sichern. Aber genauso
wichtig ist die Haltung und die Bereitschaft, hinzuschauen, Zeit zu
schenken und Menschen nicht allein zu lassen. Ich bedanke mich daher
für diese herausragende Hingabe und einzigartige Menschlichkeit aller
engagierten Kräfte ausdrücklich“, so Landesrätin Eva Prischl zu
Beginn der Veranstaltung.

Der österreichische Nationalrat hat am 24. Februar 2022 das
Hospiz- und Palliativfondsgesetz (HosPalFG) beschlossen. Beim BMSGPK
wurde ein Fonds eingerichtet, der die Bezeichnung „Hospiz- und
Palliativfonds“ trägt. Aus diesem Fonds werden Leistungen in Form von
Zweckzuschüssen als Unterstützungsangebot an die Länder für die
Hospiz- und Palliativversorgung erbracht. Durch die Mittel des Hospiz
– und Palliativfonds wird der österreichweite, bedarfsgerechte und
flächendeckende Aus- und Aufbau sowie die Sicherung des laufenden
Betriebs der spezialisierten Hospiz- und Palliativversorgung
unterstützt. Die Finanzierung erfolgt über eine Drittelfinanzierung
durch Bund, Länder und Sozialversicherungsträger. Die Gesamtmittel
für Niederösterreich für das Jahr 2025 betragen ca. 23,5 Millionen
Euro, davon trägt das Land NÖ ca. 7,8 Millionen Euro.

In Niederösterreich wurde in der Septembersitzung des NÖ Landtags
das „NÖ HosPalVG – Gesetz über die spezialisierte mobile Hospiz- und
Palliativversorgung in NÖ“ beschlossen. Mit dem Beschluss wird
weiterhin eine flächendeckende Versorgung der Palliativpatientinnen
und Palliativpatienten in Niederösterreich gewährleistet. Zuletzt
wurden im Jahr 2024 durch die ehrenamtlichen und professionellen
Teams tausende Menschen begleitet. Allein die Hospizteams für Kinder
und Erwachsene leisteten 51.951 Stunden und unterstützten damit 1.910
Patientinnen und Patienten. Zusätzlich betreuten die Palliativteams
8.803 Personen, während in stationären Hospizen 547 Betroffene durch
194 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleitet wurden.

Derzeit sind in Niederösterreich 37 Hospizteams, drei Kinder-
Hospizteams sowie 23 Palliativteams und vier Kinder-Palliativteams im
Einsatz. Ergänzt wird dieses Angebot durch sieben stationäre Teams,
ein stationäres Kinderhospiz, ein Tageshospiz sowie neun
Palliativstationen. Damit verfügt das Bundesland über ein
engmaschiges Versorgungsnetz, das eine wohnortnahe Betreuung
ermöglicht.

Weitere Informationen: Büro LR Teschl-Hofmeister, Mag. (FH)
Dieter Kraus, Pressesprecher, Telefon 02742/9005-12655, E-Mail
[email protected]