FPÖ-Nepp/Hammerl: Wien-Energie-Kauf von ImWind ist ein undurchsichtiges Millionengeschäft auf Kosten der Wienerinnen und Wiener

Wien (OTS) – Scharfe Kritik üben FPÖ-Landesparteiobmann Stadtrat
Dominik Nepp und
FPÖ-Energiesprecher-Stv. Nationalrat Paul Hammerl an der von
Bürgermeister Ludwig und Wien Energie groß angekündigten Übernahme
des Unternehmens ImWind Erneuerbare Energie GmbH .

Unter dem Deckmantel der Energiewende werde hier ein völlig
intransparentes und wirtschaftlich fragwürdiges Geschäft abgewickelt
– finanziert mit dem Geld der Wienerinnen und Wiener.„Es ist völlig
unverständlich, wie es wirtschaftlich vertretbar sein soll, ein
Unternehmen zu kaufen, das laut Branchenkreisen jährlich Gewinne im
niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich erzielt, großteils
fremdfinanziert ist, und dafür bis zu eine Milliarde Euro bezahlt
werden soll. Hier handelt es sich nicht um eine nachhaltige
Investition, sondern um ein riskantes Spekulationsgeschäft, dessen
Kosten am Ende wieder die Bürger tragen werden.“ Nepp fordert daher
vom Bürgermeister volle Transparenz und Offenlegung aller
Vertragsunterlagen.

Wie das Magazin Trend berichtet, bestehe der Inhalt des Deals
nicht hauptsächlich aus bestehenden Anlagen, sondern vor allem aus
Projektvorhaben, die noch gar nicht errichtet wurden und weitere
Investitionen von rund einer Milliarde Euro erfordern.

„Das heißt: Wien Energie kauft nicht fertige Windparks, sondern
bloße Projektrechte, teils mit Baubewilligungen, teils nur mit
Grundstücks- oder Förderverträgen. Das ist ein Spiel mit enormem
Risiko, noch dazu wo die Windbranche gerade Sturm gegen das neue
Elektrizitätswirtschaftsgesetz und die zukünftigen Einspeisekosten
für Wind und PV laufen. Laufend warnt die komplette Branche, dass
zukünftig Wind und PV-Energie in Österreich nicht mehr wirtschaftlich
wäre“, so Nepp weiter der von Bürgermeister Ludwig verlangt, die
Karten auf den Tisch zu legen und zu erklären, warum ein derartiger
hochriskanter Milliardendeal abgeschlossen wurde.

Zwtl.: FPÖ-Energiesprecher-Stv. Paul Hammerl ergänzt die Kritik
um den Förderaspekt

„Nahezu alle Windkraftanlagen in Österreich werden über
Förderungen finanziert, die direkt von allen Stromkunden bezahlt
werden. Es handelt sich hierbei um die Kosten des EAG-Förderbeitrages
und der EAG-Förderpauschale. Diese Zuschläge werden über die
Energierechnung jedes Kunden eingehoben und an die Betreiber von Wind
– und PV-Parks ausgeschüttet – und das in viel zu hoher Höhe.“

Hammerl verweist auf die überzogenen Gewinne vieler Betreiber und
Grundstückseigentümer: „Weil die Margen so enorm sind, verlangen
Grundeigentümer mittlerweile jährliche Zahlungen im sechsstelligen
Bereich für nur eine einzige Windrad-Fläche. Währenddessen werden die
Konsumenten mit immer höheren Energiepreisen belastet. Denn sie
müssen ja nicht nur den Energiepreis bezahlen, sondern auch die
Förderung. Ein Grundstückseigentümer wird durch die Förderpraxis mit
nur einem Windrad zum mehrfachen Millionär – das zeigt, wie sehr hier
die Energiekunden zur Kassa gebeten werden.“

„Anstatt mit dem Geld der Wienerinnen und Wiener riskante Öko-
Spekulationsgeschäfte zu finanzieren, soll die Stadt Wien endlich auf
Transparenz, Kostenwahrheit und Versorgungssicherheit setzen“,
fordern Nepp und Hammerl abschließend.