Wien (OTS) – „Wir können dem Appell der Gewerkschaft vor dem
Spitalsgipfel, der am
Freitag, 7. November 2025, stattfindet, nur vollinhaltlich zustimmen.
Bei der Gesundheit darf nicht gespart werden“, reagiert Eduardo
Maldonado-González, Vizepräsident und Obmann der Kurie angestellte
Ärzte der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien, auf die gestrige
Aussendung der GÖD-Gesundheitsgewerkschaft und younion – Team
Gesundheit, die vor Kürzungen im öffentlichen Gesundheitswesen
warnen, sowie auf die heutige Pressekonferenz der Gewerkschaft vida,
bei der ein Ende der Sparmaßnahmen im Gesundheitsbereich gefordert
wurde.
Im Gesundheitssystem arbeitet das Personal seit Jahren an seiner
Belastungsgrenze. Es leistet täglich unverzichtbare Arbeit und das
unter zunehmend herausfordernden Bedingungen, wie aktuelle
Medienberichte eindrucksvoll bestätigen. „Die Verantwortlichen können
hier nicht den Rotstift ansetzen und damit riskieren, dass die
Versorgungsqualität sinkt und die Verunsicherung bei den Patientinnen
und Patienten steigt. Ich appelliere an die Verantwortlichen, sich
lösungsorientiert mit den kommenden Herausforderungen im öffentlichen
Gesundheitssystem auseinanderzusetzen und nicht an Investitionen,
Innovationen und keinesfalls bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
im Gesundheitssystem zu sparen“, betont Maldonado-González. „Denn
nicht die Ärztinnen und Ärzte sind für die aufgezeigten Missstände
verantwortlich, sondern das angespannte System, in dem sie arbeiten.“
Neben moderner Infrastruktur sind ausreichend exzellente
medizinische Fachkräfte und deren Arbeitszufriedenheit für ein
funktionierendes Gesundheitssystem unerlässlich. „Ohne Personal ist
das beste Gesundheitssystem nicht aufrechtzuerhalten“, so der
Vizepräsident.
Dabei spielt Wertschätzung gegenüber Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern eine entscheidende Rolle. Maldonado-González: „Das
zweite Personalpaket für die Belegschaft des Wiener
Gesundheitsverbunds (WIGEV) – mit verbesserten Arbeitsbedingungen,
einer spürbaren Entlastung und einer Anerkennung der täglichen
Leistung aller Spitalsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter – wäre
gelebte Wertschätzung. Es wurde bereits seit November 2023 mehrfach
von der Stadt Wien in Aussicht gestellt, jedoch nach wie vor, seit
nun 24 Monaten, noch immer nicht umgesetzt. Auch hier mein Appell an
die Verantwortlichen: Setzen Sie das versprochene ‚Zweier-Paket‘ um
und tragen Sie dazu bei, das Gesundheitssystem zu stabilisieren! Hier
ist auch Bürgermeister Ludwig gefordert, der kürzlich in der Kronen
Zeitung (online) eine ‚gute Bezahlung für die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter im Gesundheitswesen‘ in Aussicht gestellt hat, denn Wien
ist hier im Bundesländervergleich immer noch im unteren Drittel.“