Wien (OTS) – „Der Skandal rund um die SOS-Kinderdörfer darf nicht
ohne
Konsequenzen bleiben – auch nicht in Wien“, betont Gemeinderätin
Sabine Keri, Familiensprecherin der Wiener Volkspartei. „Die Stadt
Wien arbeitet seit Jahren eng mit den SOS-Kinderdörfern zusammen.
Daher muss jetzt lückenlos aufgeklärt werden, ob auch Wiener Kinder
betroffen waren oder sind.“
Mit Stand 31. Dezember 2023 waren laut MA 11 insgesamt 121 Kinder
in Einrichtungen der SOS-Kinderdörfer untergebracht – nicht alle
davon in Wien. „Gerade weil die SPÖ-Neos-Stadtregierung Verantwortung
für diese Kinder trägt, darf sie sich jetzt nicht wegducken.
Transparenz und Aufklärung sind das Mindeste, was die Betroffenen
erwarten dürfen“, so Keri.
Die Familiensprecherin fordert, dass die SPÖ-Neos-Stadtregierung
unverzüglich eine unabhängige Kommission einsetzt, an die sich
Betroffene wenden können und die Unterstützung bietet. „Es braucht
eine zentrale, vertrauenswürdige Anlaufstelle für mögliche Opfer. Nur
so kann sichergestellt werden, dass niemand allein gelassen wird“,
erklärt Keri.
Abschließend erinnert Keri daran, dass Wien bereits in der
Vergangenheit durch zahlreiche Missbrauchsfälle in
Betreuungseinrichtungen erschüttert wurde: „Wir haben in Wien
schmerzhaft erlebt, was passieren kann, wenn weggesehen oder
vertuscht wird. Jetzt muss die SPÖ-Neos-Stadtregierung beweisen, dass
sie aus der Vergangenheit gelernt hat. Jedes Kind, das in der Obhut
dieser Stadt steht, hat Anspruch auf Sicherheit, Schutz und
Wahrhaftigkeit.“