Südwind: Aufweichung der Entwaldungsverordnung ist ein massiver Rückschritt für Klima und Menschenrechte

Wien (OTS) – Der heute präsentierte Vorschlag der Europäischen
Kommission zur
Entwaldungsverordnung enthält weitgehende Aufweichungen vom 2023
beschlossenen Gesetz. Die österreichische Menschenrechtsorganisation
Südwind sieht darin einen massiven Rückschritt für den Schutz der
globalen Wälder.

Nahezu die gesamte europäische Land- und Forstwirtschaft soll
laut dem neuen Vorschlag von Sorgfaltspflichten ausgenommen werden,
ebenso wie nachgelagerte Händler und Verarbeiter. Dadurch entstehen
intransparente Lieferketten und massive Schlupflöcher für
rücksichtslose Waldzerstörung.

„Anstelle von Zugeständnissen an die Forstindustrie braucht es
Rechtssicherheit und Klarheit – sowohl für Unternehmen als auch für
die Betroffenen von Entwaldung. Der Kern der EU-Entwaldungsverordnung
muss erhalten bleiben. Das bedeutet: Kein Handel mit Produkten aus
Waldzerstörung, eine transparente Rückverfolgbarkeit entlang der
gesamten Lieferkette und eine gemeinsame Verantwortung für den Erhalt
unserer Wälder”, sagt Maria Hammer, Südwind-Sprecherin für
Waldschutz.

„Mit ihrem gefährlichen Deregulierungskurs nimmt die Europäischen
Kommission die Zerstörung wertvoller Lebensräume für Mensch und Natur
in Kauf. Jetzt liegt es an den Mitgliedsländern und dem EU Parlament,
diesem Kahlschlag bei Menschenrechts- und Klimaschutz eine Absage zu
erteilen”, so Hammer.