Kehrtwende bei der Entwaldungsverordnung: EU-Kommission lenkt ein

St. Pölten/Brüssel (OTS) – Nach monatelangem Druck aus dem NÖ
Bauernbund und Europäischen
Bauernbund und Unterstützung durch EVP-Chef Manfred Weber, dem
deutschen Kanzler Friedrich Merz und Österreichs Kanzler Christian
Stocker lenkt die EU-Kommission bei der Entwaldungsverordnung endlich
ein. Sie schlägt erste inhaltliche Änderungen an der EU-
Entwaldungsverordnung (EUDR) vor, die deutliche Vereinfachungen für
Bäuerinnen und Bauern bringen.

„Das ist ein erster Schritt für unsere bäuerlichen
Familienbetriebe und für alle, die für mehr Hausverstand und weniger
Bürokratie kämpfen. Wir haben immer gesagt, dass es bei uns keine
Entwaldung gibt und wir solche Verordnungen, die nur für Bürokratie
ohne Nutzen sorgen, nicht brauchen“, stellt der niederösterreichische
EU-Abgeordnete und ehrenamtliche Präsident des Europäischen
Bauernbundes Alexander Bernhuber klar.

Zwtl.: Minimalanforderungen statt Bürokratiemonster

Künftig sollen Betriebe aus Ländern, wie Österreich, die als
„niedriges Entwaldungsrisiko“ eingestuft sind, nur noch minimale
Dokumentationspflichten erfüllen müssen, anstatt umfangreiche
Nachweise zu erbringen. Bernhuber: „Das bedeutet endlich Entlastung
statt Papierflut. Unsere Bauern werden nicht mehr für Probleme
verantwortlich gemacht, die es in Österreich gar nicht gibt.“

Auch NÖ Bauernbunddirektor Paul Nemecek sieht im Vorschlag einen
wichtigen Etappensieg: „Die angekündigten Änderungen sind ein
richtiges Signal aus Europa. Unsere Bauern haben nicht nur lautstark
protestiert, sondern mit Argumenten überzeugt. Als NÖ Bauernbund ist
für uns klar, dass dort, wo keine Entwaldung stattfindet, es auch
keine überzogene Bürokratie braucht. Das ist gesunder Hausverstand
und der scheint nun endlich in Brüssel angekommen zu sein.“

Zwtl.: Nach dem Etappensieg braucht es echte Lösungen

Für Bernhuber ist der aktuelle Vorschlag ein wichtiger erster
Schritt, aber noch nicht das Ziel. Noch seien nicht alle Probleme
vollständig gelöst und die zentralen Forderungen der bäuerlichen
Seite nicht zur Gänze übernommen worden.

Bernhuber betont, dass er in den kommenden Wochen weiter intensiv
an Verbesserungen arbeiten will, damit aus den ersten Ankündigungen
auch tatsächlich weitreichende Entlastungen entstehen: „Im Speziellen
brauchen auch nachgelagerte Betriebe wie Sägewerke und andere
Unternehmen keine halben Lösungen, sondern klare, dauerhafte
Vereinfachungen. Dafür kämpfen wir mit voller Kraft weiter.“