SPÖ-Seltenheim: „Österreich ist stark, wenn Radikalismus keinen Platz hat“

Wien (OTS) – Angesichts alarmierender Erkenntnisse eines jüngsten
Berichts der
Dokumentationsstelle Politischer Islam, der besorgniserregende
Einstellungen unter einigen muslimischen Jugendlichen aufzeigt, warnt
SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim eindringlich vor jeder
Form von Extremismus: „Wir dürfen weder religiöse Fanatiker noch
Neonazis in Österreich tolerieren, die unsere Werte und die
Sicherheit der Menschen bedrohen.“ ****

Auch die Gefahr von rechts nehme zu, warnt Seltenheim. Erst
vergangene Woche kam es in Oberösterreich zu einem Großeinsatz, bei
dem rund 50 Schusswaffen sichergestellt wurden. Anlass des Einsatzes
war eine illegal durchgeführte Waffenübung auf einem Bauernhof. Unter
den 19 festgenommenen Verdächtigen befindet sich ein hoher Offizier
des Bundesheeres, der laut Medienberichten zudem offenbar ein
ehemaliger FPÖ-Mitarbeiter ist. „Diese radikalen Netzwerke rüsten
sich offenbar für einen sogenannten ‘Tag X’ und horten Waffen. Das
ist brandgefährlich für unsere Demokratie und die Sicherheit aller
Menschen in Österreich“, warnt Seltenheim. Besonders empörend sei,
dass die FPÖ in diesen Zeiten immer wieder mit Sympathien für das
rechtsradikale Milieu auffalle, etwa durch enge Verflechtungen mit
den Identitären. „Das überschreitet eine klare rote Linie. Wir lehnen
jede Zusammenarbeit mit Radikalen strikt ab“, erklärt Seltenheim.

Im verpflichtenden Integrationsjahr mit Deutschkursen und der
Heranführung an den Arbeitsalltag sieht Seltenheim den Schlüssel im
Kampf gegen Extremismus: „Wer nach Österreich kommt, soll vom ersten
Tag an Deutsch lernen und schrittweise an das Berufsleben
herangeführt werden. Damit kann ein Nährboden für Extremismus gar
nicht erst entstehen. Auch der aktuelle Bericht zeigt deutlich, je
schlechter die Deutschkenntnisse, desto anfälliger sind manche für
extreme Ansichten. Wir setzen deshalb auf ein durchgehendes Programm
von Sprachkursen bis hin zu praxisnaher Berufsvorbereitung, damit
Menschen, die nach Österreich kommen rasch Fuß fassen können.“

Seltenheim unterstreicht abschließend: „Wir arbeiten jeden Tag
für ein Österreich des Zusammenhalts und des Respekts. Ein
Österreich, in dem Extremisten keinen Platz haben. Die Sicherheit der
Menschen in Österreich steht dabei immer an erster Stelle.“ (Schluss)