Umgebautes Gemeindezentrum in Kirnberg/Mank eröffnet

Kirnberg/Mank. (OTS) – In Kirnberg an der Mank fand am heutigen
Samstag die Eröffnung des
generalsanierten Gemeindezentrums statt. Dort sind nun das
Gemeindeamt, das Feuerwehrhaus, eine Raiffeisenbankstelle und zehn
Gemeindewohnungen untergebracht. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner
und Innenminister Gerhard Karner nahmen gemeinsam mit zahlreichen
Ehren- und Festgästen die Eröffnung vor.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gratulierte in ihrer
Ansprache zum gelungenen Umbau: „Wenn man das Gemeindezentrum
ansieht, spürt man, dass dieses Gemeindezentrum nicht nur ein Gebäude
aus Beton, Ziegel und Holz ist, sondern im wahrsten Sinne des Wortes
ein Symbol für den Zusammenhalt, das Miteinander und vor allem für
die Zukunft von Kirnberg. Nämlich alles unter einem Dach: Verwaltung,
Sicherheit, Wohnen und Bank. Das heißt, es wird hier gearbeitet,
geholfen, gewohnt und gelacht.“ Somit habe Kirnberg eine „ganz tolle
Entscheidung getroffen. Mit Blick fürs Ganze und die beste Zukunft
unserer Kinder.“ Das neue Haus sei ein „Schmuckkisterl“ geworden,
sagte sie weiters und bedankte sich bei allen am Umbau Beteiligten.
Das Land Niederösterreich habe diesen Umbau und Zubau gerne
unterstützt, weil es eine Investition in die Zukunft darstelle,
Kirnberg noch schöner mache und die Lebensqualität hier unendlich
groß sei.

Projekte wie dieses würden das große Ganze verkörpern – so wie
das landesweit mit der Gesundheitsreform, dem Ausbau der
Kinderbetreuung und der Verwaltungsreform passiere. Ein großes Thema
in der Region sei auch der gemeindeübergreifende Breitbandausbau,
auch dazu gratulierte die Landeshauptfrau.

Bundesminister Gerhard Karner, der auch Bürgermeister a. D. der
Nachbargemeinde Texingtal ist, sagte, er fahre regelmäßig an diesem
Gebäude vorbei und wisse aus eigener Erfahrung, „was es bedeutet, ein
neues Gemeindezentrum zu eröffnen. Wir haben in Texingtal vor knapp
zehn Jahren selbst ein Gemeindezentrum eröffnet. Und so ein Projekt
kann man nur umsetzen, wenn man zusammenhält und zusammenhilft. Es
ist daher ein ganz besonderer Tag für die Gemeinde, an dem man stolz
sein kann. Es ist mit dem Gemeindezentrum ein besonderer Platz
entstanden.“

Bürgermeister Leopold Lienbacher sagte, mit der Eröffnung des
Gemeindezentrums habe man heute einen historischen und wunderschönen
Tag für Kirnberg: „Wir haben es geschafft. Wir haben die letzten
Jahre sehr viel gebaut, heute haben wir einen schönen Dorfplatz,
viele Leitungen in Straßen verlegt, ein neues Gemeindezentrum und die
Hauptstraße neu asphaltiert.“ In seiner Ansprache ging er auch auf
die Geschichte des Gemeindehauses ein und informierte darüber, dass
Mitte der 1980er-Jahre dieses Gebäude errichtet worden sei, 1988 die
Feuerwehr und 1990 die Gemeinde ihre Amtsräumlichkeiten bezogen
hätten. Heute eröffne man ein grundsaniertes Haus auf der
ökologischen Höhe der Zeit, in dem im Erdgeschoß die
Gemeinderäumlichkeiten, eine Raiffeisenbank-SB-Filiale sowie die
Feuerwehr untergebracht seien. Im Obergeschoß befinden sich nun zehn
Gemeindewohnungen. „Die Erreichung der Barrierefreiheit war unser
oberstes Ziel. Aus diesem Grunde haben wir das Gemeindeamt aus dem
Obergeschoß ins Erdgeschoß verlegt“, informierte er und ergänzte,
dass seit Anfang Oktober das neue Gemeindeamt in Betrieb sei.

Kommandant Martin Riegler betonte aus Feuerwehrsicht die
Notwendigkeit des erweiterten Feuerwehrhauses: „Unsere
Mitgliederanzahl steigt ständig, aktuell zählen wir 114 Mitglieder,
und wir haben mittlerweile ein Waldbrandfahrzeug – dafür brauchen wir
mehr Platz.“ Riegler betonte die „ganz tolle Leistung der Kameraden
und der Bevölkerung“. Die Feuerwehr habe rund 8.500 Stunden
aufgebracht und in Summe damit 570.000 Euro an Eigenleistung und
finanziellen Aufwendungen erbracht. „Wir sind wirklich stolz darauf“,
sagte er.

Architekt Thomas Konecny und Baukoordinatorin Sonja Mühlbachler
gingen auf die baulichen Maßnahmen ein. Konecny unterstrich, dass man
mit der Sanierung des Altbestandes eine „tolle Aufgabe“ umsetzen
konnte. Er meinte, in Zukunft solle das öfter bei derartigen
Projekten funktionieren: „Denn die Erhaltung von Gebäuden hat einen
Wert. Es ist wichtig, darauf aufzubauen, und ich denke, das haben wir
ganz gut hingebracht.“ Mühlbachler führte die Vielschichtigkeit des
Projekts durch die verschiedenen Gebäudenutzer an und ergänzte:
„Nachhaltiges Bauen ist wichtig, damit man den Wert des Gebäudes
weiterentwickelt.“ Raiffeisenbank-Region-Schallaburg-Direktor Markus
Zuser sagte, man habe eine zukunftsentscheidende und mutige
Entscheidung getroffen, den Filialstandort hier zu integrieren: „Für
uns als regional agierende Genossenschaftsbank ist klar, dass wir bei
den Kundinnen und Kunden sind.“

Festlich umrahmt wurde der Festakt vom Musikverein Kirnberg,
gesegnet wurde das neue Gemeindezentrum von Dompropst Ernst Pucher
und Pfarrer Cornelius Tirkey. Zu den Ehrengästen zählten unter
anderem Nationalrat Georg Strasser, Bezirkshauptfrau Daniela Obleser,
Gemeindevertreter aus der Region, Vertreter der
Blaulichtorganisationen sowie Vertreter der örtlichen Vereine und
Bevölkerung.