FPÖ – Reifenberger: „Wir brauchen jede Werbung und jede Attraktivierung wie einen Bissen Brot!“

Wien (OTS) – Eine dringend notwendige Maßnahme zur Stärkung der
Miliz, die auf
eine freiheitliche Initiative zurückgeht, wurde heute im Nationalrat
debattiert. FPÖ-Wehrsprecher und Vorsitzender des parlamentarischen
Landesverteidigungsausschusses NAbg. Volker Reifenberger begrüßte,
dass sein Vorschlag zur Attraktivierung der Einjährig-Freiwilligen-
Ausbildung (EF) nun von den Regierungsparteien aufgegriffen wurde.
Kern des Antrags ist die Verleihung des Dienstgrades „Fähnrich“ an
Absolventen nach erfolgreichem Abschluss, um den Dienst attraktiver
zu machen und den massiven Mangel an Milizoffizieren zu bekämpfen.

Reifenberger betonte, dass „dieser nunmehr überparteiliche Antrag
auf eine freiheitliche Initiative zurückgeht“. Der dringende
Handlungsbedarf sei unbestritten. Der Landesverteidigungsbericht
zeige klar, dass pro Jahr rund 150 neue Milizoffiziere benötigt
würden, in den letzten Jahren aber nur rund 30 ausgebildet wurden.
„Daher können wir wirklich jede Werbung und jede Attraktivierung
brauchen wie einen Bissen Brot“, erklärte Reifenberger. Die
Verleihung des Fähnrich-Dienstgrades würde nicht nur die Leistung der
Einjährig-Freiwilligen würdigen, sondern auch einen wichtigen
Gleichklang zwischen Miliz- und Berufsoffiziersanwärtern herstellen.

Reifenberger stellte klar, dass es sich dabei nicht um eine
unverdiente Aufwertung handle. „Wir wollen hier keine ‚Beförderung
durch Handauflegen‘. Die Milizoffiziersanwärter haben sich einer
Abschlussprüfung zu unterziehen, und nur wenn diese positiv abgelegt
wird, soll es nach zwölf Monaten zu dieser Beförderung kommen.“ Dies
sei ein kostengünstiges Anreizsystem mit großer Wirkung. Abschließend
wünschte der FPÖ-Verteidigungssprecher, der selbst die EF-Ausbildung
absolviert hat, den aktuellen Rekruten viel Erfolg: „Ich wünsche von
dieser Stelle aus den Kameraden viel Soldatenglück und
Durchhaltevermögen.“