Wien (OTS) – “Wir wünschen uns eine EU ohne Grenzen, jetzt haben wir
die EU ohne
Grenzen sogar auf Rezept”, sagte heute, Donnerstag, ÖVP-
Gesundheitssprecherin Abg. Juliane Bogner-Strauß bei der Debatte zum
Gesundheitstelematikgesetz im Nationalrat. Im Konkreten sollen durch
Änderungen in diesem Gesetz und im ASVG die Rechtsgrundlagen für
einen vereinfachten Zugang zu Arzneimitteln in der EU mittels “EU-
Rezept” sowie den Abruf von sogenannten Patientenkurzakten geschaffen
werden.
Für jene, die sich länger in einem anderen EU-Land aufhalten und
dort Medikamente brauchen, bringe dies wesentliche Vorteile. Man
braucht nicht alle Medikamente einzupacken und sollte man krank
werden, kann man über das EU-Rezept dort vor Ort in der Apotheke
Arzneimittel abholen. Neben den Aspekten der Behandlungskontinuität
und der Sicherheit für die Patientinnen und Patienten gehe es auch um
die Fälschungssicherheit von in Österreich ausgestellten EU-Rezepten
sowie den Abbau bürokratischer Hürden.
Vor allem ältere Menschen würden sich manchmal nicht mehr trauen,
auf Urlaub zu fahren, weil sie befürchten, dort ihre Medikamente
nicht zu bekommen, oder dass es eben einen medizinischen Notfall und
Sprachbarrieren gibt. – Hier hilft die Patientenkurzakte.
“Österreich will hier bei der sicheren Nutzung von
Gesundheitsdaten eine Vorreiterrolle einnehmen”, so die Abgeordnete.
(Schluss)