Ernstbrunn (OTS) – Das 10. Zukunftsgespräch der Windkraft Simonsfeld
widmete sich am 15.
Oktober in Ernstbrunn der „Großen Transformation“ hin zu einer
nachhaltig agierenden Gesellschaft. Klimaforscher Prof. Dr. Hans
Joachim Schellnhuber forderte entschlossenes Handeln und Windkraft
Simonsfeld betonte einmal mehr die gesellschaftliche Verantwortung
und Chancen der Energiewende.
Unter dem Titel „ Die Gestaltung von Morgen – Wie bauen wir
unsere Zukunft?“ lud die Windkraft Simonsfeld am 15. Oktober, zum 10.
Zukunftsgespräch nach Ernstbrunn. Rund 300 Gäste kamen und sorgten
für eine volles Haus. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie
Klimaschutz, Baukultur und gesellschaftlicher Wandel zusammenspielen
müssen, um eine nachhaltige, unabhängige Zukunft zu sichern. Als
Hauptredner gab Prof. Hans Joachim Schellnhuber , Generaldirektor des
Internationalen Instituts für angewandte Systemanalyse (IIASA) und
einer der renommiertesten Klimaforscher weltweit, eindrucksvolle
Einblicke in die „Große Transformation“ und zeigte auf, welche Folgen
Untätigkeit beim Klimaschutz für unsere Gesellschaft haben wird.
„Die Natur kann ohne uns existieren, aber wir Menschen nicht ohne
die Natur. Wenn wir beim Klimaschutz weiter abwarten, werden wir
Kipppunkte überschreiten und gefährliche Entwicklungen auslösen, die
sich nicht mehr rückgängig machen lassen. Die Große Transformation im
21. Jahrhundert muss der Übergang sein von der linearen, spaltenden
Petro-Wirtschaft hin zu einer intelligenten, inklusiven und
zirkulären Bioökonomie. Sie wird unser Leben besser, schöner und
schmackhafter machen – vor allem aber ist sie überlebensnotwendig.
Dafür brauchen wir eine Energie- und Material-Wende. Rund 40 Prozent
der globalen Treibhausgasemissionen entstehen durch das Errichten,
Betreiben und den Abriss von Gebäuden – deshalb müssen wir das Bauen
völlig neu denken. Das ist ein entscheidender Aspekt der Veränderung
und ich sehe es als Privileg an, dass wir ein aktiver Teil dieser
Transformation sein können. Die neue Firmenzentrale der Windkraft
Simonsfeld ist hier ein vorbildliches Beispiel, es ist ein
Gesamtkunstwerk, das zeigt, wie schön die kombinierte Material- und
Energiewende zur Klimaheilung sein kann.“
Zwtl.: Gesellschaftliche Verantwortung als Teil der Unternehmens-DNA
Im anschließenden Podiumsgespräch mit den beiden Vorständen der
Windkraft Simonsfeld, Markus Winter und Alexander Hochauer, stand die
Rolle von Unternehmen im gesellschaftlichen Wandel im Mittelpunkt.
Markus Winter betonte, dass es für die Windkraft Simonsfeld von
Anfang an um mehr geht als um die reine Energieproduktion: „Wir sehen
es als unseren Auftrag, Bewusstsein zu schaffen und Verantwortung zu
übernehmen. Die Zukunftsgespräche sind unser Beitrag, um Wissen,
Haltung und Handeln miteinander zu verbinden. Wir haben nur diesen
einen Planeten, und auf ihn müssen wir achten. Nur wenn wir die
richtigen Informationen haben, können wir auch gemeinsam richtig
handeln.“ Zugleich verwies Markus Winter auf die Notwendigkeit eines
entschlossenen Ausbaus der Infrastruktur: „ Wir müssen unsere
bestehenden Möglichkeiten nutzen, jede Windkraftanlage mit
Photovoltaik kombinieren und ein unabhängiges, zukunftsfähiges
Energiesystem schaffen. “
Zwtl.: Energiewende als wirtschaftliche Chance
Alexander Hochauer hob abschließend die ökonomische Dimension der
Klimakrise hervor und betonte die Notwendigkeit langfristiger
Investitionen in eine stabile Energiezukunft. Die Energiewende, so
Hochauer, sei „kein Kostenfaktor, sondern die Basis einer modernen
Volkswirtschaft“. Wer heute in erneuerbare Energien investiere,
sichere Wohlstand und Beschäftigung von morgen und habe langfristig
weniger Klimarisiken. Neben den Chancen für regionale Wertschöpfung
und Unabhängigkeit von fossilen Importen verwies Hochauer auch auf
die Bedeutung von Effizienz und Systemdenken: „Nachhaltigkeit
bedeutet nicht nur, mehr erneuerbare Energie zu erzeugen, sondern
auch, bestehende Ressourcen verantwortungsvoll und klug zu nutzen.
Dazu brauche aus vor allem auch stabile und faire Rahmenbedingen und
ein Zusammenwirken von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Windkraft Simonsfeld AG
Die Windkraft Simonsfeld AG mit Firmensitz in Ernstbrunn (NÖ)
betreibt und entwickelt Wind- und Sonnenkraftwerke in Österreich und
Europa. Mit 94 Windenergieanlagen in Österreich, zwei in Bulgarien
und einem Sonnenkraftwerk in der Slowakei produziert das Unternehmen
den jährlichen Strombedarf von rund 190.000 Haushalten. Das
internationale Energiewende-Unternehmen beschäftigt knapp 140
Mitarbeiter*innen. Mit 2.600 Aktionär*innen ist die Windkraft
Simonsfeld eines der größten Bürger*innen-Beteiligungsunternehmen
Österreichs.
Mehr Infos unter www.wksimonsfeld.at