Wien (OTS) – Anlässlich des Internationalen Tages für die Beseitigung
der Armut
macht CONCORDIA Sozialprojekte auf die alarmierende Situation von
Kindern in Europa aufmerksam. Besonders gravierend ist die Situation
in Osteuropa, wo bis zu 35 % der Kinder in Armut leben. Mit ihren
Tageszentren bietet CONCORDIA ein bewährtes Wirkungsmodell, das
Kinder und Jugendliche dabei unterstützt, aus dem Teufelskreis der
Generationenarmut auszubrechen und ein selbstbestimmtes Leben zu
führen.
Armut ist nicht nur ein Mangel an Einkommen, sondern ein
multidimensionales Problem. Generationenarmut bedeutet, dass Armut
von einer Generation zur anderen weitergegeben wird: Fehlende
Chancen, geringe Bildung und soziale Ausgrenzung verfestigen sich
innerhalb von Familien. Kinder haben kaum Möglichkeiten, diesem
Kreislauf zu entkommen, da sie von Beginn an mit strukturellen
Nachteilen konfrontiert sind.
Bernhard Drumel, CEO von CONCORDIA sieht hier enorme Vorteile in
der vorsorgenden Betreuung: „ Kein Heim der Welt kann Liebe und
Geborgenheit in der Familie ersetzen. Unser Ziel ist es, Kinder und
Eltern gemeinsam zu stärken – damit Armut gar nicht erst vererbt
wird.“
Zwtl.: Das CONCORDIA-Wirkungsmodell: Prävention und Stärkung der
Gemeinschaft
Um der Generationenarmut entgegenzutreten hat CONCORDIA ein
Wirkungsmodell entwickelt, das Kinder und Familien durch
ganzheitliche, gemeindebasierte Dienste stärkt. Dabei spielen die
Tageszentren eine wesentliche Rolle.
Durch multidisziplinäre Teams, integrierte Dienstleistungen und
starke lokale Partnerschaften fördert das Modell Resilienz,
persönliche Entwicklung und soziale Inklusion. Jede Maßnahme ist
bewusst so strukturiert, dass sie Kindern und Jugendlichen hilft, die
Möglichkeiten aufzubauen, die sie für ein unabhängiges, erfülltes
Leben benötigen.
Die Tageszentren von CONCORDIA stärken gefährdete Kinder und
Familien in fünf wesentlichen Bereichen:
–
Kinderbetreuung: Ernährung, Gesundheitsversorgung, emotionale
Unterstützung
–
Gemeinschaftsbasierte Intervention: Tagesstätten und Hausbesuche
bei Familien
–
Bildung & Ausbildung: Schulische Förderung, Förderunterricht,
Berufsbildung
–
Beschäftigung & Sozialunternehmen: Qualifizierung, Mentoring,
wirtschaftliche Unabhängigkeit
–
Empowerment: Selbstvertrauen, Lebenskompetenzen, Beteiligung an
Entscheidungsprozessen
Multidisziplinäre Teams arbeiten eng mit Eltern und Gemeinden
zusammen, um Isolation abzubauen und Resilienz aufzubauen. “Wir
wissen, dass dieses Modell funktioniert, weil wir sehen, dass Kinder
wieder zur Schule gehen, Eltern sich weniger allein fühlen und die
Gemeinden Widerstandsfähigkeit entwickeln”, erklärt Drumel.
Zwtl.: Dina aus dem Kosovo – jetzt lebt sie ihren Traum
Dina, 12 Jahre alt, besuchte als Kind die Schule nur
unregelmäßig, dementsprechend waren ihre schulischen Erfolge. Der Weg
zur Schule war weit und ihre Eltern konnten ihr kaum das Notwendigste
für die Schule finanzieren. Mit der Eröffnung des CONCORDIA Ali Ibra
Centers im Kosovo 2024 änderte sich Dina’s Leben zum Positiven:
–
Dina geht jeden Tag zur Schule und hat die letzte Klasse mit
Erfolg abgeschlossen.
–
Sie entdeckt ihre Leidenschaft für Musik und lernt im
Tageszentrum Klarinette spielen.
–
Dina entwickelt Selbstvertrauen, Mut und eine eigene Stimme.
Heute ist Dina davon überzeugt, dass sie es schaffen kann, mit
Unterstützung der Gemeinschaft ihre Träume umzusetzen. Sie möchte
Lehrerin werden und in einem großen Orchester spielen. Ihr Beispiel
zeigt, wie gezielte Förderung und Gemeinschaftsarbeit Kinder und
Familien stärken und den Kreislauf der Armut durchbrechen können.
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CONCORDIA Sozialprojekte ist eine 1991 gegründete internationale
und unabhängige Hilfsorganisation, die Kinder, Jugendliche und
Familien in Not in den Projektländern Rumänien, Bulgarien, Moldau,
dem Kosovo und in Österreich auf dem Weg in ein selbstbestimmtes
Leben unterstützt und begleitet. In den Programmen stehen die
Stärkung und Einhaltung der Kinderrechte im Vordergrund. Das
übergeordnete Ziel der Arbeit von CONCORDIA ist es, Kinder und
Familien dabei zu unterstützen, den Kreislauf der Armut zu
durchbrechen und ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Die
Organisation ist mit Stützpunkten in Österreich (Wien), Deutschland (
Stuttgart) und in der Schweiz (Zug) vertreten und finanziert ihre
Arbeit durch Spenden. https://concordia.or.at