Wien (OTS) – Beim Wiener Budget sehe er „Licht und Schatten“, so der
Geschäftsführer der Wiener Industriellenvereinigung (IV), Johannes
Höhrhan. So seien etwa die Einsparungen bei der Mindestsicherung sehr
zu begrüßen. Ebenso sei es positiv hervorzuheben, dass „die Politik
in Wien auch bei sich selbst – etwa bei der Förderung für
Parteiakademien sowie beim Budget für Öffentlichkeitsarbeit – den
Sparstift ansetzt. Das ist zumindest ein positives Signal in
schwierigen Zeiten“, so Höhrhan. Allerdings sei es bedauerlich, dass
auch die Stadt Wien keine rein ausgabenseitige Budgetkonsolidierung
schaffe, so der Geschäftsführer: „Gebührenerhöhungen sind
insbesondere in Zeiten hoher Teuerung prinzipiell problematisch.
Erhöhungen wie beim Wohnbauförderungsbeitrag treiben noch dazu die
Lohnnebenkosten nach oben.“ Dies sei für die Wiener Unternehmen damit
eine Zusatzbelastung, die aktuell kontraproduktiv sei. „Wir haben
massiv an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt, einer der Hauptgründe sind
unsere viel zu hohen Lohnstückkosten. Hier sehen wir daher leider
einen Schritt in die absolut falsche Richtung“, wie Höhrhan
kritisierte. Die angekündigten Einsparungen bei Förderungen und
Zuschüssen werde man bewerten, sobald die Details vorliegen, so
Höhrhan weiter: „Wir hoffen aber jedenfalls, dass hier keine weiteren
Überraschungen lauern, die die Wettbewerbsfähigkeit heimischer
Betriebe weiter belasten“, so Höhrhan abschließend.