Strasshof an der Nordbahn (OTS) – Der Erste österreichische
Straßenbahn- und Eisenbahnklub (1. öSEK),
Betreiber des Eisenbahnmuseums Strasshof, ist zutiefst erschüttert
über aktuelle Vorwürfe, die in Zusammenhang mit einem ehemaligen
Mitarbeiter bekannt geworden sind.
Tatsache ist, dass besagter ÖBB-Lokführer jahrelang im
Eisenbahnmuseum Strasshof als Mitarbeiter tätig war. Er galt hier
immer als sehr engagiert. Der Museumsbetrieb und das
gemeinschaftliche Wirken standen für ihn stets im Vordergrund.
Leider müssen wir mitteilen, dass es durch diesen Mitarbeiter
auch in den Räumlichkeiten unseres Museums zu Fällen sexuellen
Missbrauchs gekommen ist. Sobald der Vereinsvorstand davon Kenntnis
erlangte, wurde sofort reagiert: Der betreffende Mitarbeiter wurde
umgehend vom Verein ausgeschlossen und es wurde ein Betretungsverbot
auf dem gesamten Vereinsgelände erteilt.
Der 1. öSEK ist ein gemeinnütziger Verein mit rund 450
Mitgliedern, darunter etwa 150 ehrenamtlich tätige Personen. Ein
zentrales Anliegen des Vereins ist ein generationenübergreifendes
Miteinander um die Geschichte der österreichischen Eisenbahn am Leben
zu erhalten und auch das Wissen damit an die Jugend
weiterzuvermitteln. Auf diesen Aspekt der Weitergabe des
immateriellen Kulturgutes ist der Verein sehr stolz. Gerade deshalb
trafen uns diese Vorkommnisse besonders schwer.
Wir haben auch aus diesem Grund im Verein reagiert und als
Sofortmaßnahme drei Ombudspersonen ernannt, an die sich in jeglicher
Situation vertrauensvoll gewandt werden kann. Weiters stehen wir seit
Monaten mit dem Landeskriminalamt in engem Kontakt, unterstützen die
laufenden Ermittlungen und wollen so auch zu einer lückenlosen
Aufklärung beitragen.
Um die Ermittlungen von Landeskriminalamt und Staatsanwaltschaft
nicht zu gefährden, können seitens des Vereins derzeit keine weiteren
Informationen bekannt gegeben werden.