50 Jahre Kompetenzzentrum Sicheres Österreich (KSÖ)

Wien (OTS) – Im Rahmen einer großen Jubiläumsveranstaltung feierte
das
Kompetenzzentrum Sicheres Österreich am 13. Oktober 2025 gemeinsam
mit zahlreichen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern, Zeitzeuginnen
und Zeitzeugen sowie hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern aus
Politik, Wirtschaft und Behörden das 50-jährige Bestehen des am 22.
Oktober 1975 gegründeten Vereins.

Den feierlichen Auftakt bildete die Eröffnung durch KSÖ-Präsident
Michael Höllerer, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank
Niederösterreich-Wien . Höllerer hob in seinen Eröffnungsworten die „
Beständigkeit, die das KSÖ seit seiner Gründung ausgezeichnet hat “
hervor. Neben Dankesworte an Mitglieder und Gäste, verwies KSÖ-
Präsident Höllerer auf die gute Zusammenarbeit mit dem
Bundesministerium für Inneres.

Nach der Eröffnung folgte eine Festansprache von Bundesminister
für Inneres Gerhard Karner . Dabei betonte er die veränderte
Sicherheitslage in Österreich und die Wichtigkeit einer engen
Zusammenarbeit und Vernetzung aller Sicherheitsstakeholder: „
Sicherheitspolitische Herausforderungen gab es schon immer – aber die
Art der Kriminalität hat sich verändert. Umso mehr braucht es ein
Bollwerk für die Sicherheit in unserem Land. Dabei wird das
Kompetenzzentrum Sicherheit Österreich eine wichtige Rolle spielen,
davon bin ich überzeugt “, so Innenminister Gerhard Karner, der sich
auch „ ganz herzlich für die jahrzehntelange ausgezeichnete
Zusammenarbeit zwischen dem Innenministerium und dem Kompetenzzentrum
Sicheres Österreich “ bedankte.

In der anschließenden Diskussion „Sicherheitspolitik im Wandel
der Zeit“ reflektierten BM Gerhard Karner und BM a. D. Karl Schlögl
über Entwicklungen und Herausforderungen der österreichischen
Sicherheitspolitik der vergangenen Jahrzehnte aber auch über
Erinnerungen, die die beide Diskutanten nicht missen möchten.
Marc Torben Hofmann, Kriminal- und Geheimdienstanalyst, betonte in
seiner Keynote „Die dunkle Seite der KI“ die zentrale Rolle von
Künstlicher Intelligenz, Hacker und die Manipulation von
Informationen sowie dessen Auswirkungen auf den Menschen.

Den Abschluss bildete ein Ausblick von KSÖ-Generalsekretär
Alexander Janda , der die zukünftige Bedeutung von Vernetzung und
Krisenfestigkeit hervorhob.

Zwtl.: 50 Jahre gelebte Sicherheit in Österreich

Am 22. Oktober 1975 fand die konstituierende Sitzung unter dem
damaligen Namen Kuratorium Sicheres Österreich statt. Bereits am 23.
Jänner 1976 wurde die Organisation im Rahmen einer Pressekonferenz im
Bundesministerium für Inneres offiziell vorgestellt. Seitdem setzt
sich das KSÖ dafür ein, Sicherheit in all ihren Facetten zu fördern
und weiterzuentwickeln.

In den frühen Jahren standen Kampagnen zur allgemeinen
Sicherheit, die Gründung von Arbeitsgruppen sowie die Leoganger
Sicherheitstage im Fokus. Im Jahr 2002 wurde das „Denkmal der
Exekutive“ am Heldenplatz durch den damaligen Bundespräsidenten
Thomas Klestil feierlich eröffnet – ein sichtbares Zeichen der
Wertschätzung für die tägliche Arbeit der Einsatzkräfte.

In den vergangenen 15 Jahren hat sich das KSÖ verstärkt den neuen
Herausforderungen der Cybersicherheit, sicheren Digitalisierung und
Krisenfestigkeit gewidmet. Dieser inhaltliche Wandel wurde mit der
Namensänderung per 1. Jänner 2022 sichtbar: Aus dem Kuratorium
Sicheres Österreich wurde das Kompetenzzentrum Sicheres Österreich .

„ Wir tragen damit der Weiterentwicklung und den Leistungen des
KSÖ für Cybersicherheit, sichere Digitalisierung und Krisenfestigkeit
in Österreich Rechnung “, erklärte der damalige KSÖ-Präsident Erwin
Hameseder anlässlich der Umbenennung.

Heute ist das KSÖ eine zentrale Plattform zur Vernetzung von
Behörden, Wirtschaft und Forschung. Mit umfangreichen Planspielen in
Kooperation mit dem AIT Austrian Institute of Technology sowie der
Etablierung des „Tags der kritischen Infrastruktur“ gemeinsam mit der
Direktion Staatschutz und Nachrichtendienst trägt das KSÖ maßgeblich
zur Stärkung der Resilienz und Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich
bei.