Grüne/Voglauer: Greenpeace-Studie zeigt, es ist höchste Zeit PFAS zu verbieten

Wien (OTS) – „PFAS – sogenannte Ewigkeitschemikalien – reichern sich
nachweislich
in unserem Essen an. Wenn die Stoffe nicht verboten werden, vergiften
wir unsere Böden, unser Wasser und unsere Lebensmittel für immer –
und damit auch uns selbst“, warnt Olga Voglauer,
Landwirtschaftssprecherin der Grünen, und fordert: „Die Regierung
muss endlich handeln.“

Greenpeace hat in einer Studie in allen 17 Proben von
Speisefischen und Meeresfrüchten aus der Nord- und Ostsee PFAS
nachgewiesen. „94 Prozent des in Österreich verzehrten Fischs stammt
aus Importen – wir können also davon ausgehen, dass diese Ergebnisse
auch uns betreffen“, sagt Voglauer. Vier der Proben waren für
Erwachsene gesundheitlich bedenklich, für Kinder überschritten die
PFAS-Mengen sogar in acht Proben die Menge, die für eine wöchentliche
Aufnahme noch als ungefährlich gilt. Viele der nachgewiesenen Gifte
sind schon seit Jahren verboten. Die Umweltorganisation fordert daher
ein rasches PFAS-Verbot, und dass Lebensmittel in Österreich rasch
und umfassend auf PFAS getestet werden.

Die Bundesregierung lässt diesbezüglich jegliches Engagement
vermissen, wie Voglauer kürzlich wieder im Hinblick auf TFA, eine
konkrete Substanz aus der großen PFAS-Chemikaliengruppe, vor Augen
geführt wurde: „Erst letzte Woche im Gesundheitsausschuss haben die
Regierungsfraktionen unseren Antrag für ein Sondermessprogramm in
Lebensmitteln vertagt, weil es dafür kein Personal, keine Ressourcen
gäbe. Das ist verantwortungslos. Gesundheitsbedenkliche Lebensmittel
müssen aus dem Verkehr gezogen werden. Wir brauchen ein realistisches
Bild über die Menge an Schad- und Giftstoffen, die wir unwissentlich
täglich zu uns nehmen. Dafür muss Gesundheitsministerin Schumann
rasch unsere Lebensmittel behördlich auf PFAS testen lassen“, hält
die Landwirtschaftssprecherin der Grünen fest.

Voglauer nimmt die Verantwortlichen in die Pflicht: „Die
Bundesregierung muss endlich ihre Untätigkeit aufgeben. Es braucht
schlussendlich ein umfassendes EU-weites PFAS-Verbot, und bis es
soweit ist einen behördlichen Schutz vor gesundheitsgefährdenden
Giften in unserem Essen und ein rasches Verbot von PFAS-Pestiziden in
Österreich.“