Wien (OTS) – Heute, am 10. Oktober 2025, fand in Schönbrunn die
Generalversammlung
des Hilfswerk Österreich statt. Unter dem Motto „ Zukunft in bewegten
Zeiten “ versammelten sich 150 Delegierte und Gäste, um die
strategische Ausrichtung bis 2028 eines der größten Träger der
sozialen Wohlfahrt zu beschließen. Der seit 1998 amtierende und
erneut mit überwältigender Mehrheit in seinem Amt bestätigte
Hilfswerk-Präsident Othmar Karas erinnerte in seiner Eröffnungsrede
an die Jahrestage Österreichs anno 2025: 80 Jahre Republik, 70 Jahre
Staatsvertrag, 30 Jahre EU-Mitgliedschaft.
Neben Grußbotschaften von Bundespräsident Alexander Van der
Bellen , Bundeskanzler Christian Stocker und Bundesministerin Korinna
Schumann gab es auch Dankesworte vor Ort von Nico Marchetti , dem
Generalsekretär der Österreichischen Volkspartei.
Karas fordert mehr Mut zu Ehrlichkeit, Veränderung und
Miteinander
„Die großen Jubiläen im Jahr 2025, betreffend die Gründung
unserer Republik, die Errichtung des Staatsvertrags und die
Entscheidung Österreichs für eine EU-Mitgliedschaft, erzählen vom Mut
zur Verantwortung, vom Vertrauen in den Rechtsstaat, vom Willen zur
Zusammenarbeit zwischen Staat und Zivilgesellschaft. Heute spüren wir
die tektonischen Verschiebungen unserer Zeit: Kriege, Terror, die
Erosion internationaler Regeln, aber auch knappe Budgets und
Teuerung, digitale und demografische Umbrüche. Wer diese Lage
kleinredet, wird ihr nicht gerecht. Wer sie dramatisiert, hilft auch
niemandem“, sagte Karas.
Das Motto der Generalversammlung des Hilfswerks „Zukunft in
bewegten Zeiten“ bedeute für Karas: „ Mut zur Ehrlichkeit – was
Möglichkeiten und ihre Grenzen betrifft. Mut zur Veränderung – dort,
wo Routinen blenden. Mut zum Miteinander – weil Respekt die
Voraussetzung für Stärke ist.“ Veränderung brauche es etwa auch dort,
wo der Föderalismus zu fragwürdigen Ergebnissen führe: „In Österreich
entscheidet noch immer der Wohnort über die Verfügbarkeit und
Qualität der Versorgung und Unterstützung in der Pflege, aber
beispielsweise auch in der Kinderbetreuung“, kritisierte Karas.
Von der Pflege bis zur Kinderbetreuung: Große Hilfe, ganz nah.
Das von den Delegierten beschlossene Arbeitsprogramm bis 2028
umfasst klare Schwerpunkte, um insbesondere den aktuellen und
zukünftigen Herausforderungen in der Langzeitpflege, in der
Kinderbetreuung und psychosozialen Versorgung wirksam zu begegnen. Im
Mittelpunkt stehen dabei die Stärkung der Pflege und Betreuung zu
Hause und pflegender Angehöriger , zeitgemäße Konzepte der Bildung
und Begleitung von Kindern und Jugendlichen , aber auch
bedarfsgerechte Angebote sozialer und psychosozialer Dienste . Neben
innovativen und zukunftsfähigen Versorgungskonzepten stehen vor allem
Vorhaben rund um die Gewinnung und Bindung von Fachpersonal sowie der
Optimierung von Prozessen, beispielsweise durch Digitalisierung, auf
dem Programm.
Der Leitspruch des Hilfswerks, „ Große Hilfe, ganz nah. “, sei
kein Webeslogan, so Karas, sondern ein Versprechen an jene Menschen,
die der Hilfe bedürfen. Seien es Pflegebedürftige und Angehörige,
seien es Kinder, Jugendliche und Familien, seien es Menschen in
psychischen Problemlagen oder Menschen in Weltgegenden, die von Krieg
bedroht oder von mangelnder wirtschaftlicher Entwicklung betroffen
sind. „ Wir sind eine Wertegemeinschaft der Nähe, Würde und
Verlässlichkeit. Wir sind Brückenbauer zwischen System und Alltag.
Wir sind dort, wo Menschen leben, und dort, wo Entscheidungen
ankommen müssen “, so Karas über das Selbstverständnis des
Hilfswerks.
Neu gewähltes Präsidium mit Othmar Karas an der Spitze
Das neu gewählte Präsidium des HiIfswerk Österreich setzt sich
wie folgt zusammen: Im Amt bestätigt wurde nicht nur Othmar Karas als
Präsident, sondern auch die Vizepräsidentinnen bzw. Vizepräsidenten
Elisabeth Scheucher-Pichler , Thomas Steiner und Christian Struber .
Neu im Amt des Vizepräsidenten ist Lukas Brandweiner . Außerdem im
Präsidium des Hilfswerk Österreich vertreten sind Karin Praniess-
Kastner als Finanzreferentin sowie Max Hiegelsberger und Christian
Domany. Eine Ehrennadel in Gold erhielt Michaela Hinterholzer ,
langjährige Vizepräsidentin des HiIfswerk Österreich und Präsidentin
des HiIfswerk Niederösterreich. Die Ehrennadel in Silber wurde Paul
Deiser verliehen, langjähriger Vizepräsident des Hilfswerk
Niederösterreich.
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