Mentale Gesundheit von Tierärzt*innen: Kampagnen für Respekt und Unterstützung

Wien (OTS) – Tierärzt*innen stehen täglich unter großem psychischem
Druck:
emotionale Belastungen durch Behandlungen und Euthanasie von Tieren,
hoher Zeitdruck, wirtschaftliche Herausforderungen und zunehmender
Hass im Netz belasten den Berufsalltag. Um am heutigen „Welttag der
psychischen Gesundheit“ auf diese Situation aufmerksam zu machen und
konkrete Hilfe zu bieten, ruft die Österreichische Tierärztekammer (
ÖTK) ihre beiden Maßnahmen in Erinnerung: Die Initiative „vetmental“
, die von der Sigmund Freud Privatuniversität begleitet wird sowie
die Info-Kampagne „Respekt für Tierärzt*innen“ .

Die Initiative „ vetmental“ richtet den Blick auf die psychische
Gesundheit innerhalb des Berufs. Tierärzt*innen sind zusätzlich zur
Behandlung ihrer tierischen Patienten auch noch mit dem körperlichen
und seelischen Leid der Tierhalter*innen konfrontiert; häufig weit
mehr als beruflich vorgesehen.
„Tierärzt*innen werden zu Vertrauten und Berater*innen und gehen
oftmals selbst über die Grenzen des physisch und psychisch
Leistbaren, vielfach mit wenig Unterstützung“, erklärt ÖTK-Präsident
Mag. Kurt Frühwirth.
Aus diesem Grund bietet die ÖTK seit dem Jahr 2022 ihren Mitgliedern
kostenfreie Supervisionseinheiten, Webinare mit Psycholog*innen und
Coaches sowie Online-Tools zur Selbsteinschätzung von Stressbelastung
an. Ziel ist es, Resilienz zu fördern, psychische Stabilität zu
sichern und langfristig Burnout vorzubeugen.

Zwtl.: Sich im Web vor Hass schützen

Die Info-Kampagne „Respekt für Tierärzt*innen“ soll das
gesellschaftliche Bewusstsein für den Wert veterinärmedizinischer
Arbeit stärken und zu einem respektvollen Umgang mit dem Berufsstand
aufrufen – sowohl im persönlichen Kontakt als auch online. Auf der
Kampagnen-Website werden nicht nur rechtliche und praktische
Informationen geboten, sondern auch aufgezeigt, wie sich Tierärzt*
innen gegen Beleidigungen oder Diffamierungen wehren können.
„Tierärztinnen tragen enorme Verantwortung – für Tiere, Halter*innen
und die Gesellschaft. Damit sie diese Aufgabe gut bewältigen können,
brauchen sie auch selbst Schutz, Respekt und mentale Unterstützung“,
betont Frühwirth abschließend.

Weitere Informationen finden Sie unter:
https://www.vetmental.at/
www.tieraerztekammer.at/respekt-fuer-tieraerztinnen