Wien (OTS) – „Lesbische Frauen sind ein integraler Teil unserer
Gesellschaft – in
Familien, in der Arbeitswelt, in der Politik, in der Kultur und im
sozialen Umfeld. Dennoch erleben viele von ihnen nach wie vor
Diskriminierung und sind in der Öffentlichkeit oft weniger sichtbar“,
betont David Stögmüller, LGBTIQ+-Sprecher der Grünen.
„In Zeiten, in denen LGBTIQ+-feindliche Regierungen in Europa auf
Kosten queerer Menschen Politik machen, ist Wachsamkeit das Gebot der
Stunde. Weltweit – aber auch in Österreich – werden die Rechte
lesbischer Frauen immer wieder von rechtsgerichteten und
fundamentalistischen Gruppierungen angegriffen. Dem müssen wir
entschlossen entgegentreten und die Rechte der gesamten LGBTIQ+-
Community mit aller Kraft verteidigen“, so Stögmüller weiter.
Er verweist auf aktuelle Beispiele, wie etwa die Verweigerung
einer Wohnung an zwei Frauen, weil sie lesbisch sind – ein Fall, über
den die Kleine Zeitung im Sommer berichtete. „Das ist offene
Homophobie und zeigt ein politisches Versagen. Rechtlich ist ein
solcher Fall noch immer möglich, weil der Diskriminierungsschutz in
Österreich Lücken hat. Wir fordern daher einmal mehr, das
Gleichbehandlungsgesetz endlich zu reformieren und alle Menschen in
allen Lebensbereichen vor Diskriminierung zu schützen“, unterstreicht
Stögmüller.
Auch Meri Disoski, Frauensprecherin der Grünen, betont die
Bedeutung von Sichtbarkeit und Solidarität: „Gerade für junge Frauen
und für jene, die sich mit ihrer sexuellen Orientierung oder
Geschlechtsidentität auseinandersetzen, ist die Sichtbarkeit von
Lesben in der Öffentlichkeit enorm wichtig. Der heutige Tag erinnert
daran, dass lesbische Frauen weiterhin besonderen Hürden ausgesetzt
sind – sie erleben nicht nur LGBTIQ+-Feindlichkeit, sondern häufig
auch Sexismus. Umso entschlossener kämpfen wir für einen umfassenden
Diskriminierungsschutz und echte Gleichstellung“, hält Disoski fest.
Als queere Abgeordnete wissen Stögmüller und Disoski, wie wichtig
Repräsentation in der Politik ist: „Representation matters – nur wenn
queere Menschen sichtbar sind, können sie auch mitgestalten.
Lesbische Frauen verdienen Sichtbarkeit, Respekt und rechtlichen
Schutz – in allen Lebensbereichen. Wir werden nicht zulassen, dass
Errungenschaften der Gleichstellung wieder zurückgedreht werden.
Unsere Gesellschaft ist nur dann gerecht und frei, wenn alle Menschen
– unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder
Geschlechtsidentität – ohne Angst und Diskriminierung leben können“,
erklären Stögmüller und Disoski abschließend gemeinsam.