Wien (OTS) – Der Tourismusbeschäftigtenfonds, der heute im
Ministerrat beschlossen
wurde, bietet direkte Unterstützung für Beschäftigte in der
Hotellerie und Gastronomie. Die Regierung stellt damit 6,5 Millionen
Euro für die Förderung von Aus- und Weiterbildung, sowie Hilfe im
Falle von Arbeitslosigkeit oder Krankheit bereit.
„Mit diesem Fonds wurde eine langjährige vida-Forderung erfüllt“,
erklärt vida-Vorsitzender Roman Hebenstreit. „Das Geld geht nicht an
Betriebe, sondern direkt an die Beschäftigten. Genau dort, wo es am
dringendsten gebraucht wird. Denn wer Tag für Tag in dieser Branche
arbeitet, kämpft oft mit niedrigen Löhnen, unattraktiven
Arbeitszeiten und einer oftmals toxischen Arbeitsatmosphäre. Der
Fonds lindert diese Probleme zwar nicht grundsätzlich, aber er
schafft wichtige Perspektiven und Unterstützung.“
Arbeitgeber in die Verantwortung nehmen
Für die vida ist klar: Der Fonds ist ein Erfolg für die
Beschäftigten – er kann jedoch nicht gänzlich die Versäumnisse vieler
Arbeitgeber kompensieren. „Unternehmer:innen aus der Branche sollten
sich nicht auf dieser Unterstützungsleistung ausruhen, sondern sie
zum Anlass nehmen, bessere Arbeitsbedingungen in ihren Betrieben zu
schaffen“, betont Hebenstreit. So bräuchte es, neben fairen Löhnen
und angemessenen Zuschlägen für Sonn- und Nachtarbeit, etwa mehr
planbare Freizeit und Schutz vor Übergriffen bei der Arbeit.
Die Gewerkschaft sieht im Fonds eine wichtige Chance, um
heimischen Fachkräfte zu stärken, wird aber auch kontrollieren, ob
das Geld zielgerichtet eingesetzt wird. „Wir werden sicherstellen,
dass die Beschäftigten tatsächlich profitieren“, so der vida-
Vorsitzende abschließend.