Welttag des Augenlichts: Trachom stoppen, Augenlicht retten

Wien (OTS) – Wir haben kein geringeres Ziel, als die
Infektionskrankheit Trachom
in Äthiopien bis 2030 zu stoppen“, betont Alex Buchinger,
Geschäftsführer von Licht für die Welt Österreich, zum Welttag des
Augenlichts am 9. Oktober. Trachom ist die Hauptursache für
Erblindung nach einer Infektionskrankheit und zählt zu den
vernachlässigten tropischen Erkrankungen (engl. Neglected Tropical
Diseases – NTDs).

“Während die Krankheit in Österreich nicht mehr vorkommt,
zerstört Trachom in Äthiopien weiterhin tagtäglich das Augenlicht von
Menschen”, berichtet Buchinger. Und das, obwohl es durch bessere
Hygiene und medizinische Versorgung vermeidbar wäre. Licht für die
Welt setzt sich für globale Gerechtigkeit ein und bekämpft die
tropische Infektionskrankheit aktiv vor Ort.

Licht für die Welt unterstützt Augengesundheit in Äthiopien
durch:

Großflächige Medikamentenvergaben, um Infektionen mit Trachom zu
beenden bzw. diesen vorzubeugen: Jedes Jahr erhalten etwa drei
Millionen Menschen das entsprechende Medikament,

Bessere Hygiene, um die Verbreitung von Trachom einzuschränken
und

Augenlicht erhaltende Operationen: Seit 2015 wurden bereits mehr
als 40.000 medizinische Eingriffe ermöglicht.

Aktuelle Kampagne: „Blind vor Schmerz“

Licht für die Welt startet am Welttag des Augenlichtes die
Kampagne „Blind vor Schmerz: Trachom stoppen, Augenlicht retten“. Sie
verfolgt zwei Ziele: Erstens, auf die Infektionskrankheit Trachom
aufmerksam zu machen. Und zweitens, Unterstützung für die Arbeit in
Äthiopien zu gewinnen, um Trachom rasch zu stoppen und Erblindung zu
vermeiden.

Trachom: Verbreitung und Verlauf der Krankheit

Weltweit sind 103 Millionen Menschen gefährdet, durch Trachom zu
erblinden. In Äthiopien, dem langjährigen Partnerland der
Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit und von Licht für die
Welt, ist diese Bedrohung am größten: Mehr als 61 Millionen Menschen
sind dem Risiko ausgesetzt, ihr Augenlicht aufgrund der
Infektionskrankheit zu verlieren.

Trachom ist sehr schmerzhaft. Im Verlauf wiederholter Infektionen
vernarbt das Augenlid. Die Wimpern drehen sich nach innen und
zerkratzen die Hornhaut. Diese wird dadurch immer undurchsichtiger.
Der entstandene Sehverlust ist nicht wiederherstellbar. Durch eine
Operation kann nur das noch verbleibende Augenlicht erhalten werden.

Weitere Infos:

Kampagne 2025: „Blind vor Schmerz“

Welttag des Augenlichts von IAPB